GSFP002: Mach mal langsam

17:04 Minuten Lebenszeit, die euch niemand zurück gibt. Aber ihr habt es so gewollt.

Die Dauer der Episode 0:16:49Diese Episode erschien am 11. Februar 2024 um 21:38

 
Heute bin ich außerordentlich schlecht vorbereitet, greife eure Themenvorschläge aus MAstodon auf und sinniere über Sinn und Unsinn von Langsamkeit.

 

Transkription der Episode anzeigen

Gesche
0:00:01–0:00:06
Nein, lass mir den Hund hier. Warum willst du den Hund mitnehmen?
0:00:08–0:00:11
Lexi, wen liebst du mehr? Gut überlegen jetzt.
0:00:14–0:00:17
Gut überlegen. Der Hund bleibt bei mir.
0:00:18–0:00:25
Ich lasse es einfach so, ich schneide einfach nicht. Nein, Lexi, warum verrätst du mich?
0:00:27–0:00:28
Jörn, du bist immer noch da.
0:00:32–0:00:35
Hallo und herzlich willkommen zu Geshe Schaas feinem Podcast.
0:00:36–0:00:39
Ich bin Geshe Scha und das ist definitiv mein Podcast.
0:00:40–0:00:43
Der Hund verlässt mich. Ich wusste es.
0:00:44–0:00:50
Letzte Woche gab es die 1,0 Nummer und schon ist die erste richtige Folge da.
0:00:51–0:00:54
Oder wie viel S muss man rausschneiden? Die ganzen.
0:00:56–0:01:00
Ich habe mir Notizen gemacht. Jörn macht sich auch immer Notizen.
0:01:01–0:01:05
Begrüßung. Abgehakt. Hallo. Genau. Gehst du schaust für einen Podcast?
0:01:05–0:01:10
Das ist auf jeden Fall ein Podcast ohne Konzept, den es nur gibt, weil ihr das so wolltet.
0:01:12–0:01:16
Und ja, man weiß nicht, was passiert. Die Folgen können so oft erscheinen,
0:01:16–0:01:21
wie sie wollen. und so lang sein wie mal so, mal so.
0:01:22–0:01:25
Alles zwischen eine Minute und zehn Stunden ist möglich.
0:01:26–0:01:29
Und ich habe letzte Woche gesagt, wenn Menschen meinen Podcast hören,
0:01:29–0:01:34
dann mache ich weiter und es haben Menschen meinen Podcast gehört und der Hund kommt doch wieder.
0:01:34–0:01:37
Ich wusste es. Ich wusste, sie liebt mich mehr.
0:01:38–0:01:41
Ich wusste es. Hallo Lexi. Genau.
0:01:44–0:01:48
Ich weiß nicht, warum ihr euch euch das anhört. Niemand gibt euch diese Lebenszeit zurück.
0:01:50–0:01:54
Ich habe einen Kommentar bekommen. Und wie es sich für einen anständigen Podcast
0:01:54–0:01:55
gehört, wird da vorgelesen.
0:01:56–0:02:01
Menschen lieben das. Ich meine, come on. Hallo Gesche, schreibt jemand hier unter meinen Blog.
0:02:01–0:02:05
Hallo Gesche, du hast einen tollen Podcast und wir kennen uns gar nicht.
0:02:06–0:02:10
Ich jedoch bin super eloquent, interessant und witzig und möchte gerne einen
0:02:10–0:02:12
Podcast mit dir aufnehmen. Alles Liebe, Demon.
0:02:14–0:02:22
Demon. Ich meine, Fremder, Mann, der mir noch nie Schokolade aus der Schweiz mitgebracht hat.
0:02:23–0:02:27
Let’s do it! Ja, genau. Vielen Dank für deinen Kommentar und wir werden auf
0:02:27–0:02:28
jeden Fall einen Podcast zusammen aufnehmen.
0:02:29–0:02:32
Dann werden wir auch verraten, dass wir schon mal einen Podcast zusammen aufgenommen
0:02:32–0:02:36
haben, der aber nie veröffentlicht wurde. Vielleicht verraten wir das, vielleicht auch nicht.
0:02:38–0:02:41
Dann habe ich eben bei Mastodon gefragt, worüber ich reden soll,
0:02:41–0:02:42
weil ich eigentlich gar keine Themen habe.
0:02:45–0:02:49
Und ich gucke mal, was ihr gestrebt habt und darüber rede ich dann.
0:02:52–0:02:57
So, gleich, äh, Slip, gleich gehst du schon auf einen Podcast aufnehmen.
0:02:57–0:02:59
Worüber soll ich reden? Habe ich bei Mastodon.
0:03:00–0:03:03
In diesem Moment ploppt hier eine Mail auf.
0:03:05–0:03:08
Ich sitze an Jörns Computer, ich sollte die nicht lesen, oder? oder?
0:03:12–0:03:16
Habe ich bei Mastodon geschrieben, da findet ihr mich übrigens unter Edscha Reserella.
0:03:18–0:03:23
TJ schreibt, karnevalistische Exzesse in Norddeutschland mit einer feinen Büttenrede
0:03:23–0:03:25
der Geische Schar, it’s not going to happen.
0:03:26–0:03:29
Und O-Tönen vom Karnevalsumzug, der bunt leuchtenden Treckerkarneval,
0:03:30–0:03:32
das sind Demos, TJ, das sind Demos.
0:03:34–0:03:38
Auch wird die Frage geklärt, ob statt Strüssche Fischbrötchen,
0:03:38–0:03:40
ich weiß nicht, was das ist, ist das so Kamelle oder so?
0:03:42–0:03:45
Fischbrötchen geworfen werden und wer die eher fängt, Möwen oder Menschen.
0:03:46–0:03:50
Ja, Karneval ist nicht, Kinderfasching ist auch okay, danach hört es auf.
0:03:50–0:03:54
Wir ignorieren auch Marne, obwohl ich habe einen Ex-Freund aus Marne,
0:03:56–0:04:02
der war dann aber schwul, also wahrscheinlich auch schon, er wusste das nur
0:04:02–0:04:06
noch nicht so, der war nach mir dann mit einem meiner besten Freunde zusammen.
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Ich war 14. Es war relativ traumatisch. Aber ist okay.
0:04:14–0:04:18
Grüße gehen raus. Ich glaube, dass er bi ist eigentlich.
0:04:18–0:04:23
Da hat er danach wieder auch eine Freundin gehabt. Aber man weiß es auch nicht so genau.
0:04:23–0:04:29
Der kam aus Marne. Da wird Karneval gefeiert. Sonst nicht so. Hier, machen wir nicht.
0:04:29–0:04:35
Und die Möwen würden auf jeden Fall die Fischbrötchen fangen. Ist eh klar. haben.
0:04:37–0:04:43
Nächste Antwort von Schlaumeier, Notenblock. Warum ich liege her in deiner Hut
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so ein Megakoral ist. Ich kenne den leider nicht.
0:04:46–0:04:48
Vielleicht höre ich mir bis nächste Woche an.
0:04:50–0:04:53
Dann hat der Kohlenpott geschrieben, dass ich über etwas Schönes reden soll.
0:04:55–0:04:56
Über etwas Schönes.
0:04:59–0:05:00
Oh, das kann ich so einfach.
0:05:06–0:05:08
Ich lasse die Pause auch drin.
0:05:13–0:05:15
Der Mann war in Dänemark und hat mir ein Bestnennen mitgebracht.
0:05:16–0:05:19
Das ist doch schön. Das ist wirklich schön.
0:05:21–0:05:25
Abgesehen davon finde ich auch schön, was in Deutschland gerade passiert. Mit den ganzen Demos.
0:05:26–0:05:30
Menschen, Menschen, die auf die Straße gehen und laut werden.
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Das ist, ohne Scheiß, das ist wirklich schön. Ich war alleine jetzt schon länger
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bei keiner Demo. Bei den ersten beiden in Kiel war ich dabei und in letzter
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Zeit passte das leider immer nicht mehr so.
0:05:44–0:05:49
Ich gelobe Besserung, mir das einzurichten, die nächsten Demos hier in der Gegend,
0:05:49–0:05:52
die wieder mitzunehmen. Es wäre natürlich super, wenn das auch weitergeht.
0:05:52–0:05:55
Nicht einschläft, sondern wirklich, wenn man da dran bleibt.
0:05:57–0:06:00
Jörn hat geschrieben, und wenn der Alte mal wieder nicht da ist.
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Ja, Jörn war weg. Das war auch schön.
0:06:05–0:06:09
Nein, ja, also ich hatte sturmfrei das Wochenende. Ich war Strohwitwe.
0:06:09–0:06:11
Ich weiß nicht, ob ihr den Begriff kennt, Strohwitwe. Einfach,
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wenn man verheiratet ist, aber sturmfrei hat.
0:06:16–0:06:19
Das ist auch schön. Also ich finde es auch schön, mal allein zu sein.
0:06:19–0:06:21
Aber meistens vermisse ich den Mann dann trotzdem.
0:06:22–0:06:26
Aber schön war, abends im Bett zu liegen und auf dem Tablet Netflix zu gucken,
0:06:26–0:06:29
was ich natürlich nicht so machen kann, wenn Jörn neben mir pennt.
0:06:30–0:06:35
Und Judith schreibt, vielleicht darüber, was du dieses Jahr so vorhast,
0:06:35–0:06:38
worauf du dich freust. Yes, Judith!
0:06:39–0:06:42
Was habe ich vor? Viel Urlaub machen habe ich auf jeden Fall vor.
0:06:42–0:06:48
April wollen wir nach Italien fahren und Eugenia besuchen.
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Und Sommer wollen wir nach Norwegen fahren mit dem Wohnwagen.
0:06:50–0:06:52
Und im Herbst fahren wir nach Dänemark.
0:06:52–0:06:55
Und ich freue mich mega drauf, endlich wieder richtig viel Urlaub zu machen.
0:06:55–0:06:58
Und dann habe ich natürlich vor, weiterhin hier die Gemeinde zu rocken,
0:06:58–0:07:02
viel Musik zu machen mit meinem Kinderchor. Ich habe einen Kinderchor gegründet.
0:07:02–0:07:05
Ich habe schon 14 Kinder angemeldet, 14.
0:07:06–0:07:10
Und ja, ich sage mal so, wir haben Großes vor.
0:07:13–0:07:19
So, Shelter87 schreibt, was letzte Woche war und was vielleicht bevorsteht.
0:07:20–0:07:27
Letzte Woche, also die vergangene Woche, war relativ entspannt bei mir.
0:07:27–0:07:28
Es war gar nicht so viel los.
0:07:28–0:07:31
Und nächste Woche wird genau das Gegenteil.
0:07:31–0:07:35
Ich habe drei Beerdigungen in der Woche, die auf mich zukommt.
0:07:36–0:07:39
Und zwei davon in Kabi, wo ich noch nie in der Kirche war vorher.
0:07:39–0:07:42
Also die gehört zu meiner Gemeinde, aber nicht zu meinem Bezirk.
0:07:43–0:07:49
Und ich habe da zwei Beerdigungen in Kabi, in Vertretung für die Kollegin, die jetzt im Urlaub war.
0:07:50–0:07:53
Und das ist viel. Also ich finde drei in einer Woche ist echt viel,
0:07:53–0:07:57
weil man muss ja auch die Gespräche führen vorher und das alles vorbereiten und schreiben.
0:07:58–0:08:02
Und das heißt, ich habe morgen zwei Gespräche und Dienstag eins und zwischendurch
0:08:02–0:08:07
noch ein paar Telefonate bei dem einen, weil nicht alle dieser Familie hier
0:08:07–0:08:11
sind und dann einige eben telefonisch noch wahrscheinlich reden wollen.
0:08:11–0:08:14
Und dann Donnerstag, Freitag, Samstag Beerdigung.
0:08:15–0:08:18
Vorher habe ich meine Konfis, Donnerstag habe ich auch meinen Kinderchor.
0:08:19–0:08:22
Das ist so das, was anliegt diese Woche.
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Ansonsten, ich habe vergessen, was letzte Woche war. Es ist Sonntag.
0:08:27–0:08:29
Nächstes Mal kann ich mir aufschreiben.
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Und der, ich weiß gar nicht, Ich will jetzt nicht deinen Klarnamen hier.
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Der Konziliere. Konziliere? So spricht man dich aus. Das tut mir leid.
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Ich weiß gar nicht, wie man deinen Nick ausspricht. Schreibt,
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ich soll darüber reden, was mich bewegt.
0:08:45–0:08:47
Ja, das mache ich eh. Das mache ich eh.
0:08:50–0:08:51
Und zwar…
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Ich habe nur noch ein Thema für heute. Das Thema, das mich heute bewegt hat,
0:08:57–0:09:01
ist das Thema Langsamkeit. Ist das nicht schön?
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Folgendes. Ich glaube, meistens verbinden die Menschen mit Langsamkeit nichts.
0:09:07–0:09:09
Nicht unbedingt was Gutes.
0:09:10–0:09:14
Gut, ja, Entschleunigung und so, das ist auch schon wieder so ein bisschen fast
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schon wieder überstrapazierter Begriff.
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Bei mir ist es tatsächlich so, dass ich sehr lange damit gestruggelt habe,
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dass ich Dinge langsam mache. Dass ich langsamer denke als andere Menschen.
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Es fällt mir manchmal in Diskussionen auf, wenn andere total schnell mit einer
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Antwort da sind und ich so, ja, ich muss da jetzt erst mal drüber nachdenken.
0:09:39–0:09:43
Ich lese auch sehr langsam. Das war ein Riesenstruggle auch an der Uni,
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wenn wir irgendwie ein Seminar was lesen sollten oder in Gruppenarbeit oder so.
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Und das war furchtbar, weil ich immer dachte, dass ich einfach dumm bin oder
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nicht so klug, wie ich sein müsste.
0:09:57–0:09:59
Und mittlerweile weiß ich, dass es,
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okay, vielleicht bin ich ein bisschen dumm manchmal, aber dass ich im Wesentlichen
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einfach langsam bin. Mir mehr Zeit nehmen.
0:10:09–0:10:12
Und das ist gar nicht unbedingt was Schlechtes.
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Heute ist mir dann was anderes aufgefallen mit Langsamkeit. Vielleicht kennt
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ihr das, dass man manchmal so ein bisschen vom Leben überfordert ist.
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Ehrlich, ihr kennt das. Wir kennen das alle. Macht euch nichts vor.
0:10:30–0:10:33
Und bei mir ist es manchmal so, ich sehe einfach Aufgaben, die ich machen müsste.
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Und wenn es so ungefähr mehr als drei oder vier sind, Und ich weiß,
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ich hätte echt viel zu tun, entscheide ich mich kurzfristig einfach mal nichts
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davon zu machen, weil es mir zu viel ist.
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Und das ist, glaube ich, das Grundprinzip von Prokrastination.
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Das ist, glaube ich, auch klar.
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Seht ihr, langsam mein Kopf muss denken zwischendurch.
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Das bezieht sich manchmal auch auf das Chaos also das, nicht so das allgemeine
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Lebenschaos also auch, aber ich meine in dem Fall mehr das tatsächliche Chaos
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von Dingen im Haus, von schmutzigem Geschirr und Klamotten, die rumliegen und,
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ernsthaft, wir sind nur wir wir haben noch nicht mal irgendwelche Gören hier
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rumlaufen ich weiß nicht, wie Leute mit Kindern das machen, Respekt einfach an euch Respekt.
0:11:21–0:11:24
Heute war wieder so ein Tag, es war wirklich chaotisch im Haus und ich hatte
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nachmittags Besuch bekommen und ich dachte, okay, damit das nicht komplett peinlich
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wird, sollte ich aufräumen.
0:11:30–0:11:33
Es hat mich schon wieder total gestresst. Ich kam gerade aus dem Gottesdienst
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und war irgendwie auch müde und habe wenig geschlafen und eigentlich wollte
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ich das so progressionieren. Ich muss das jetzt alles super schnell machen.
0:11:40–0:11:42
Ich warte jetzt einfach und dann mache ich das nachher alles super,
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super, super schnell und dann stresst mich das. Und dann habe ich was anderes gemacht.
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Ich habe einfach übertrieben langsam aufgerollt.
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Das war nicht das erste Mal, dass das für mich funktioniert hat.
0:11:55–0:11:57
Ich würde es fast schon so eine Art Strategie nennen.
0:11:58–0:12:02
Und ohne Witz, mich würde interessieren, ob ihr das auch kennt,
0:12:02–0:12:04
ob jemand von euch das auch macht.
0:12:05–0:12:09
Also ich habe mir einen Podcast natürlich angemacht, um mir vorzustellen,
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dass ich eigentlich gerade Podcast höre.
0:12:11–0:12:15
Das ist das Eigentliche, was ich mache, nicht aufräumen. und habe dann super
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langsam aufgeräumt und war wirklich so, okay, hier liegt eine Jacke,
0:12:21–0:12:24
die trage ich jetzt mal sogar drüber.
0:12:27–0:12:32
So, hier ist eine Pfanne. Ich wasche sie sehr, sehr in Ruhe ab.
0:12:33–0:12:35
Ich habe das fast so ein bisschen meditativ.
0:12:36–0:12:40
Ja, und es funktionierte irgendwie, weil ich mir selbst den Druck,
0:12:40–0:12:42
es klingt jetzt einmal, es gibt jetzt Leute, Leute, die sagen so, hä?
0:12:43–0:12:48
Mensch, Gigi, du bist so 38 Jahre alt. Du musst jetzt nicht so ein Fass draus
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machen, irgendwie dein Haus aufzuräumen. Ihr habt recht.
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Wenn ihr das jetzt denkt, dann ist dieser Podcast vielleicht auch einfach nicht
0:12:54–0:12:56
für euch. Das ist auch in Ordnung.
0:12:57–0:13:01
Geht woanders spielen einfach. Geht zu den erwachsenen Leuten. Ist mir egal.
0:13:02–0:13:04
Für mich hat es einfach total funktioniert.
0:13:05–0:13:10
Ich weiß nicht, warum. Ich war einfach, ich mache es im Schneckentempo.
0:13:11–0:13:14
Ich mache es einfach im Schneckentempo, ist egal. Und wenn ich nach zehn Minuten
0:13:14–0:13:18
mich für zwei Minuten hinsetzen will, setze ich mich hin, weil eigentlich höre
0:13:18–0:13:19
ich ja eh gerade nur einen Podcast.
0:13:20–0:13:22
Also ich würde jetzt voll gerne wissen, bin ich da on to something?
0:13:23–0:13:24
Habe ich da gerade was erfunden?
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Oder ist das eigentlich Common Sense, dass man das so macht,
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wenn man gestresst ist mit Aufgaben, dass man die einfach übertrieben langsam macht?
0:13:32–0:13:39
Schreibt mir was dazu. Alle Kommentare, die auch auf gsfp.de hinterlassen werden,
0:13:39–0:13:42
lese ich natürlich auch hier vor. Logisch, ist ja logisch.
0:13:43–0:13:47
Ich hatte mal Orgelunterricht. Das war nicht so erfolgreich.
0:13:47–0:13:50
Ich habe einen C-Musikerschein gemacht für Popularmusik.
0:13:50–0:13:53
Das hat gut funktioniert. Und dann habe ich noch so einen klassischen C-Schein.
0:13:53–0:13:55
Also gut, ich meine, ich habe den Abschluss gemacht.
0:13:57–0:14:02
Gehörbildung war, puh, aber sonst war okay. Tonsatz war auch nicht so gut. Chorleitung war super.
0:14:04–0:14:08
Und dann habe ich einen klassischen C-Schein angefangen. Das war echt mit den ganzen Musiknerds.
0:14:09–0:14:13
Da waren so Kinder dabei, die waren so, hey, ich bin 13 Jahre alt,
0:14:13–0:14:17
ich spiele seit 15 Jahren Orgel und seit 20 Jahren Cello und ich habe auch ein
0:14:17–0:14:21
absolutes Gehör. Okay, Lana, dann ist klar, schön für dich.
0:14:21–0:14:26
Ja, ich habe das nicht weiter gemacht. Aber ich hatte in der Zeit Orgelunterricht,
0:14:26–0:14:30
wo ich den klassischen C-Schein angefangen habe.
0:14:30–0:14:33
Also C-Kirchenmusiker heißt das.
0:14:33–0:14:36
Wenn man Kirchenmusik studiert, hat man einen B- oder einen A-Abschluss.
0:14:37–0:14:40
Und wenn man das so nebenberuflich macht, ist es halt ein C-Abschluss.
0:14:41–0:14:45
In der Zeit hatte ich Orgelunterricht. und der Orgellehrer, den ich hatte,
0:14:45–0:14:50
das ist sehr undankbar, mein Orgellehrer zu sein, weil ich habe gleich nie geübt.
0:14:51–0:14:56
Roman, es tut mir leid, es tut mir wirklich leid, aber du bist ein toller Lehrer
0:14:56–0:14:57
und ein großartiger Mensch.
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Der wird es nicht, aber ich sage es trotzdem.
0:15:00–0:15:06
Roman hat mir gesagt, wenn er sehr wenig Zeit zum Üben hat, dann übt er extrem langsam.
0:15:08–0:15:13
Einfach wirklich extrem langsam. Und ja, weil das Gehirn irgendwie offensichtlich
0:15:13–0:15:16
so funktioniert, dass es Sachen dann besser verarbeiten kann.
0:15:18–0:15:23
Also ein Plädoyer für die Langsamkeit. Also für die tatsächlich nicht unbedingt
0:15:23–0:15:25
Mental-Entschleunigungs-Shit.
0:15:25–0:15:27
Also auch macht das alles Meditation. Also ich bin total dafür.
0:15:27–0:15:31
Aber tatsächlich für so eine faktische, quasi handwerkliche,
0:15:31–0:15:34
körperliche Langsamkeit.
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Ich glaube, das hilft.
0:15:38–0:15:42
Ja, die Welt ist eh schon zu viel, zu schnell, zu laut, zu alles.
0:15:44–0:15:45
Macht einfach langsam. Langsam.
0:15:47–0:15:50
Auch mal mehr Pausen. Auch mal so stille aushalten zwischendurch.
0:15:51–0:15:54
Weil es der Name meiner Examsarbeit gewesen ist, tatsächlich stille aushalten.
0:15:57–0:16:00
Titel deiner Examsarbeit. So sieht es aus.
0:16:02–0:16:07
Das war es schon für heute, Kinder. Es ist 20.40 Uhr. Wir müssen jetzt auch
0:16:07–0:16:07
mal alle ins Bettchen gehen.
0:16:08–0:16:12
Und ich glaube, in der nächsten Folge gibt es einen Gast. Schreibt mir Nachrichten,
0:16:12–0:16:15
die ganzen. Sagt mir, worüber ich reden soll.
0:16:15–0:16:19
Sagt mir, ob ihr auch extrem langsam aufräumt. Oder vielleicht probiert ihr das jetzt einfach.
0:16:19–0:16:22
Vielleicht hört ihr das gerade und denkt so, krass, Gieschi,
0:16:22–0:16:24
was? Das mache ich auf jeden Fall.
0:16:24–0:16:26
Macht es mal und dann erzählt mir, wie es gelaufen ist.
0:16:28–0:16:32
Und abgesehen davon bin ich der Meinung, dass ihr besonders zauberhaft seid
0:16:32–0:16:35
und ihr euch heute mal wirklich was Gutes gönnen solltet.
0:16:35–0:16:41
Bis das passiert. oder bis eine neue Folge von Giesche Schaas feinem Podcast erscheint.
0:16:42–0:16:44
Alles Gute und Tschüss.

 

Das Kleingedruckte:

Diese Gesche Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 11.02.2024 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution 4.0 International License-Lizenz. Zu hören ist: Gesche. Logo: Kellermann


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Kommentare

Eine Antwort zu „GSFP002: Mach mal langsam“

  1. Hallo Gesche,

    ich bin mir nicht sicher, ob ich Dinge bewusst langsam mache. Ich würde es eher als gemütlich bezeichnen. Wie lange brauchst man, um den Geschirrspüler auszuräumen? Wenn es z.B. vor der Arbeit schnell gehen muss, schaffe ich das in, sagen wir, 5 Minuten.
    Wenn ich abends Zeit habe, höre ich auch ein Podcast. Manchmal brauche ich dann schon 5 Minuten um den richtigen Podcast zu finden, meistens muss ich dann auch noch eine „wichtige“ Telegram oder Mastodon Nachricht lesen bevor es losgeht. Dann brauche ich bestimmt 15-20 Minuten, aber das ist nicht schlimm, weil ich Podcasts höre und eigentlich gar nicht arbeite. Wenn ich dann das Bad putze, mache ich oft sogar mehr, als ich eigentlich wollte, weil der Podcast noch nicht fertig ist und es sich gar nicht wie Arbeit anfühlt, wenn man sich dabei nicht stresst.

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