GSFP006: Ich glaub, ich steh im Wald

Mit unserem Besuch Marcus auf dem Sofa mit Erdbeeren und dubiosen Chips.

Die Dauer der Episode 1:20:45Diese Episode erschien am 28. Mai 2024 um 19:08

 
War die Steinzeit friedlicher als ich dachte, wie ist das wenn man Wald besitzt und können wir Jörn mal so richtig beim Peeep-Töne aussuchen eskaliseren lassen? Dies und mehr in der neuen Folge von Gesche und Marcus feinem Podcast.

Diese Episode hat 18 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 4 Minuten und 29 Sekunden lang.

Beim Wegpiepsen von Namen haben uns MatthewWong, abel_K, dkustic, Yuval und Jörn geholfen. Danke!

 

Transkription der Episode anzeigen

Gesche
0:00:03–0:00:07
Hallo und herzlich willkommen zu Geste Schaas feinem Podcast.
0:00:08–0:00:10
(Jörn mit leicht verstellter Stimme)Mein Name ist Markus Ruh.
0:00:11–0:00:14
NEIN! Die Folge heißt „Ein ganz normaler Abend in der Casa Schaarsa“.
0:00:16–0:00:19
Wir haben Mikros, wir hängen rum und haben Mikros an.
Marcus
0:00:20–0:00:21
Habt ihr schon ohne mich angefangen?
Gesche
0:00:22–0:00:24
Ja, ich habe schon „Hallo und herzlich willkommen“ gesagt.
Marcus
0:00:24–0:00:27
Oh, das ist ja wunderbar. Ich erinnere mich ein bisschen an…
0:00:28–0:00:34
Ich war ja… Nein, Gott, ich war ja irgendwann mal jung und ich möchte mich
0:00:34–0:00:36
umsetzen. Schlaf gut.
Gesche
0:00:37–0:00:39
Lexi hat eine gute Nase. Ja, die riecht sehr gut.
Marcus
0:00:41–0:00:43
Habe ich nicht verstanden. Was?
Gesche
0:00:44–0:00:48
Es ist so ein Ding irgendwie aus dieser Podcast-Bubble, weil,
0:00:49–0:00:50
Jörnn, willst du nochmal zurückkommen und das erklären?
0:00:50–0:00:54
Mit „gutem Magen“, wo das herkommt? Du darfst auch wieder in meine Möpse sprechen.
Marcus
0:00:54–0:00:55
Eieiei.
Gesche
0:00:58–0:01:03
Mein Mikro ist da angebracht auf der Höhe. (Jörn spricht ab hier) Also, Johannes Wolf hatte mal einen
0:01:03–0:01:07
Podcast, der hieß „Der will doch nur spielen“, in dem er in jeder Folge ein anderes
0:01:07–0:01:09
Podcast-Format parodiert hat. Der tut doch nichts.
0:01:10–0:01:14
Und unter anderem hatte er auch das „Magen-Morgazin“.
0:01:14–0:01:18
Eine relativ aufwendige Produktion mit mehreren Sprechern und Sprecherinnen,
0:01:18–0:01:23
wo sie also ein Morgen-Magazin nachgemacht haben, nur dass sie eben immer gesagt
0:01:23–0:01:26
haben, „guten Magen“, weil es ja das Magen-Morgazin war.
0:01:27–0:01:32
Und dann gab es Bestrebungen aus der Community, dass es doch auch eine Entsprechung
0:01:32–0:01:35
für „Gute Nacht“ geben müsste.
0:01:35–0:01:37
Also haben sie gesagt „Gute Nase“.
0:01:38–0:01:41
Und das hat sich ein bisschen verselbstständigt. (ab hier spricht wieder Gesche) Es ist ein bisschen eskaliert.
0:01:41–0:01:46
Und wir sagen immer „Gute Nase“ und dann habe ich gesagt, „Lexi hat eine gute Nase“, weißt du warum?
0:01:46–0:01:48
Die riecht sehr gut. Die riecht sehr gut.
0:01:50–0:01:53
Niemals nicht witzig. Nur in unserer Welt, Schatz. Nee, generell.
0:01:54–0:01:55
Tschüss. Generell in unserer Welt.
Marcus
0:01:58–0:01:59
Jetzt bin ich relativ witzig.
0:02:03–0:02:05
Darf man das nicht witzig finden?
Gesche
0:02:05–0:02:09
Das ist eine gute Nase, die riecht sehr gut. Lexi.
Marcus
0:02:09–0:02:13
Nein, nicht. Kenne ich das? Kenne ich die?
Gesche
0:02:13–0:02:15
Ich glaube, den Namen müssen wir wegpiepsen.
Marcus
0:02:15–0:02:16
Ja, den müssen wir wegpiepsen.
Gesche
0:02:16–0:02:20
Pieps ist mein Ex-Freund und Pieps ist seine mittlerweile Ex-Freundin.
0:02:20–0:02:24
Mit der war er kurz nach mir zusammen.
0:02:25–0:02:27
Aber sie beide sagen, das ist wirklich erst nach mir.
0:02:29–0:02:33
losging. Ich war sehr heartbroken damals. Waren wir da schon Freunde, Markus?
0:02:34–0:02:39
Mein heutiger Podcast-Gast. Schön, dass du da bist. Waren wir schon Freunde,
0:02:39–0:02:41
als ich noch mit zusammen war?
Marcus
0:02:41–0:02:43
Bei meinem Gedächtnis weiß ich das nicht.
Gesche
0:02:44–0:02:46
Wie fing das eigentlich an, Markus? Wie haben wir uns eigentlich kennengelernt?
Marcus
0:02:47–0:02:49
Guter Versuch. Sehr guter Versuch.
Gesche
0:02:49–0:02:57
Das muss subtiler laufen. Offensichtlich, Herr Markus, sind ich eine tolle Kennenlernengeschichte.
0:02:58–0:02:59
Nur ich kann mich leider nicht mehr dran erinnern.
Marcus
0:02:59–0:03:01
So toll ist die gar nicht.
Gesche
0:03:01–0:03:04
Ja, aber warum erzählst du es mir dann nicht? Unser erstes…
Marcus
0:03:04–0:03:07
Es muss ja auch noch Geheimnisse geben.
Gesche
0:03:07–0:03:08
Aber es war im Theocafé, oder?
Marcus
0:03:09–0:03:13
War es im Theocafé? Es kann im Theocafé gewesen sein, es kann überall anders
0:03:13–0:03:15
gewesen sein. Wir wissen es ja nicht.
Gesche
0:03:15–0:03:21
Das Theocafé war halt so ein Aufenthaltsraum bei den Theologen in der Theologischen Fakultät in Kiel.
0:03:21–0:03:25
Dieser Raum hat mich so sieben, acht Semester meines Studiums gekostet.
Marcus
0:03:26–0:03:30
In dem es übrigens keinen Kaffee gab. Also nicht mehr zu unseren Zeiten.
0:03:31–0:03:33
Doch, am Anfang. Zu deinen Zeiten.
Gesche
0:03:34–0:03:39
Ja, als ich anfing. Da war noch Birte, Birte Teepunkt, die dafür gesorgt hat,
0:03:39–0:03:43
dass da Brötchen und Kaffee waren tatsächlich im Theo-Café.
0:03:46–0:03:50
Ja, also unsere gemeinsame Zeit in der Theologischen Fakultät.
0:03:52–0:03:54
Und was ist das uns geworden seitdem?
Marcus
0:03:54–0:03:58
Aber da ich mich ja an den Vornamen darf, Darf ich es sagen?
Gesche
0:03:58–0:03:59
Ja.
Marcus
0:04:00–0:04:06
Erinnere. Also ich kann mich daran erinnern, dass du mit zusammen warst.
0:04:06–0:04:11
Und ich glaube, ich war auch schon bei dir, als du mit zusammen warst.
Gesche
0:04:12–0:04:14
In der Gellertstraße?
Marcus
0:04:14–0:04:15
Ich glaube, ja.
0:04:17–0:04:17
Ich bin mir fast sicher.
Gesche
0:04:18–0:04:20
Ja, da war der Dude mit den kurzen Socken.
Marcus
0:04:21–0:04:22
Mit den Sneakersocken.
Gesche
0:04:22–0:04:25
Die waren damals noch nicht so ein Ding. Die fanden wir weird.
Marcus
0:04:25–0:04:26
Wissen wir, wie er hieß?
Gesche
0:04:26–0:04:27
Nein, keine Ahnung.
Marcus
0:04:28–0:04:31
Aber er hat Diplom-Theologie studiert. Und der kam aus NRW.
Gesche
0:04:32–0:04:35
Ich habe so ein Stück Tomatenhaut an meinem Zahn.
Marcus
0:04:36–0:04:38
Wenn ich hier nebenbei esse und trinke, hört man das.
Gesche
0:04:38–0:04:41
Das ist in unserem Podcast. Also in meinem Podcast ist Essen und Trinken absolut
0:04:41–0:04:44
willkommen. Soll ich die letzte Tomate nehmen?
Marcus
0:04:44–0:04:45
Ich habe hier was Schöneres.
Gesche
0:04:45–0:04:47
Ich würde die Chips hier nicht reintun.
Marcus
0:04:48–0:04:53
Nein, das sind Chips. Also ich bekomme ja manchmal Geschenke und irgendwann
0:04:53–0:04:55
hat sich herumgesprochen, dass ich auf diese Jackfruit-Chips stehe.
Gesche
0:04:57–0:04:57
Jackfruit-Chips?
Marcus
0:04:57–0:05:00
Ja. Ich habe das eben hier schon auf dem Tisch liegen gesehen.
0:05:00–0:05:04
Also ich finde sie großartig, aber nur am ersten Tag, weil dann werden sie irgendwann
0:05:04–0:05:06
weich und dann schmecken sie nicht mehr. Also wir müssen diese Tüte,
0:05:06–0:05:08
wenn wir sie jetzt aufmachen, auch aufessen.
Gesche
0:05:08–0:05:13
Okay, wir machen Jackfruit-Chips-Unboxing. Aber weil wir kein Video haben.
Marcus
0:05:13–0:05:13
Gib mal her.
Gesche
0:05:14–0:05:17
Müssen wir das ein bisschen beschreiben? Ich habe hier so eine Tüte.
0:05:17–0:05:20
Das ist nicht so eine typische Chipstüte. Die ist ein bisschen fester, würde ich sagen.
0:05:21–0:05:23
Sie ist blau-grün. Ich bin schlecht mit Farben.
Marcus
0:05:23–0:05:25
Keine Ahnung. Türkis.
Gesche
0:05:28–0:05:33
Und da steht drauf, Jans Bua Jackfruit Chips. Sweet und crunchy.
0:05:35–0:05:38
Du kennst die schon? Möchtest du sie selber aufreißen?
Marcus
0:05:38–0:05:39
Nein, bitte.
Gesche
0:05:39–0:05:41
Wenn ich sie falsch aufreiße, dann…
Marcus
0:05:43–0:05:45
Deswegen würde ich es nicht tun, weil ich es falsch machen könnte.
0:05:48–0:05:49
Soll ich eine Schere holen?
Gesche
0:05:49–0:05:52
Nee, auf gar keinen Fall. Das geht gegen meinen Stolz.
0:05:54–0:05:58
Wenn wir jetzt drei Stunden reden und ich mache nur einen fünf-Stunden-Podcast
0:05:58–0:05:59
daraus, ist auch okay, ne?
Marcus
0:05:59–0:05:59
Super.
Gesche
0:06:00–0:06:01
Geht gar nicht auf.
Marcus
0:06:01–0:06:05
Man könnte auch einen dreistündigen Podcast darüber machen, wie du diese Chips öffnest.
Gesche
0:06:05–0:06:11
Du kannst beschreiben, was du siehst. Ja, und wenn das blinkt, nimmt es auf, ne?
0:06:11–0:06:15
Ich habe immer Angst, dass es nicht aufnimmt. Bei Markus blinkt es auch. Ja. Okay.
Marcus
0:06:16–0:06:21
Das Blink ist die blaue Lampe, die nach dem Empfängerteil sucht.
Gesche
0:06:21–0:06:28
Das werden wir nicht benutzen. Das Blink ist die dauerhaft leuchtende rote Lampe. Okay.
0:06:29–0:06:31
Das wird auf jeden Fall eine Folge wieder mit sehr viel Schneiden.
0:06:31–0:06:34
Also wir machen das hier oben aus und stecken das in die Station.
Marcus
0:06:35–0:06:38
Du könntest die Chipstüte von Jörn öffnen lassen.
Gesche
0:06:40–0:06:44
Weil ich einen starken Mann brauche, um meine Chipstüten zu öffnen. So weit kommt es noch.
0:06:47–0:06:51
Eigentlich mache ich Chipstüten immer so auf, dass ich hier das nehme, links, rechts.
0:06:52–0:06:55
Und dann landet sie. Aber das geht mit der nicht.
Marcus
0:06:58–0:07:02
Da ich die Schere nicht holen darf, muss ich dir leider dabei zuschauen.
Gesche
0:07:05–0:07:08
Aber die hat auch nicht irgendwas mit Perforierung, wo man so rein…
0:07:10–0:07:12
Hasi, was ist denn hier?
Marcus
0:07:12–0:07:14
Ich wollte nur sagen, dass ich das ganz schön frech finde, dass du ohne mich
0:07:14–0:07:15
angefangen hast, diesen Podcast.
Gesche
0:07:17–0:07:18
Du warst…
Marcus
0:07:18–0:07:23
Ich war kurz für kleine Piratinnen. Gendern. Ich versuche ja alles zu gendern,
0:07:23–0:07:24
solange man noch gendern darf.
Gesche
0:07:24–0:07:27
Wie ist denn das bei euch? Du bist ja… Ich hole mir nebenbei eine Schere.
Marcus
0:07:29–0:07:30
Geh doch mal eine Schere holen.
Gesche
0:07:30–0:07:36
Hasi, du bist ja… Ah, hier ist sogar eine. Bist du anonym im Podcast? Nee.
Marcus
0:07:36–0:07:37
Ich bin unbedingt anonym.
Gesche
0:07:37–0:07:39
Ja? Ich habe deinen Namen schon gesagt.
Marcus
0:07:39–0:07:40
Ich weiß ja nicht, wie ich… Hasi hast du gesagt.
Gesche
0:07:41–0:07:45
Stimmt. Das sag ich zu den Leuten so, hä, was ist los mit ihr?
0:07:45–0:07:48
Deinen Vornamen haben wir auch gesagt. Wir können deinen Nachnamen ja außen
0:07:48–0:07:49
vor lassen, wenn du das möchtest.
Marcus
0:07:50–0:07:52
Wobei Hasi ist, stirbt Hasi nicht in der einen Werbung?
Gesche
0:07:53–0:07:54
Irgendwas stimmt mit Hasi nicht.
Marcus
0:07:55–0:07:56
Ja, genau.
Gesche
0:07:56–0:07:58
Mit dir stirbt aber auch eine Menge nicht.
Marcus
0:07:59–0:08:01
Ich wohne ja auch schon tot, schon sehr lange.
Gesche
0:08:01–0:08:02
Du bist schon tot?
Marcus
0:08:02–0:08:02
Nein, ohne mich.
Gesche
0:08:03–0:08:07
Wir haben gestern einen halben Abend über den Tod geredet und uns dann überlegt,
0:08:07–0:08:11
das wäre ein gutes Podcast-Thema gewesen. Warum hatten wir keine Mikros da?
0:08:11–0:08:15
Jetzt haben wir Mikros und reden über Jackfruit.
Marcus
0:08:15–0:08:17
Ich glaube nicht, dass man die Tüte hätte so öffnen sollen.
Gesche
0:08:18–0:08:23
Ich habe die jetzt aufgeschnitten. Alter, das riecht intensiv.
Marcus
0:08:23–0:08:26
Ich finde es großartig, alle anderen finden sie nicht so lecker.
0:08:26–0:08:30
Aber das kommt mir entgegen, weil dann bleibt in der Regel mehr für mich übrig.
Gesche
0:08:30–0:08:34
Es ist wirklich so ein getrocknetes Stück. Das riecht merkwürdig.
Marcus
0:08:34–0:08:36
Nein, das ist super.
Gesche
0:08:36–0:08:41
Es riecht merkwürdig und sieht merkwürdig aus. Ich kann es sehr gut beschreiben.
Marcus
0:08:41–0:08:41
Toll.
0:08:51–0:08:53
Ich könnte mich reinlegen, aber…
Gesche
0:08:54–0:08:55
Weiß ich nicht, Digga.
Marcus
0:08:56–0:08:57
Habe ich ja gesagt.
Gesche
0:08:57–0:08:58
Weiß ich nicht.
Marcus
0:08:59–0:09:01
In der Regel bleibt mehr für mich übrig.
Gesche
0:09:12–0:09:17
Weiß ich echt nicht. Es ist gleichzeitig lecker und extrem eklig.
0:09:18–0:09:21
Ich bin geschmacklich komplett verwirrt.
0:09:22–0:09:28
Könnt ihr euch bitte alle Jackfruit-Chips kaufen und mir dann erzählen,
0:09:28–0:09:28
ob die euch geschmeckt haben?
Marcus
0:09:29–0:09:34
Ist Jackfruit die Stinkfrucht? Sind das diese riesigen Dinge?
Gesche
0:09:34–0:09:38
Habe ich mich auch gefragt. Ich glaube auf jeden Fall, es ist die Frucht,
0:09:38–0:09:42
mit der man so einen guten, in Anführungszeichen, Fleischersatz machen kann, oder?
0:09:42–0:09:48
Ist es nicht dieses, wo man so dieses Pulled Pork-mäßige mitmachen kann?
0:09:49–0:09:52
Vielleicht rede ich auch komplett Quatsch jetzt und das hat damit gar nichts zu tun.
0:09:54–0:09:58
Aber das kann man mir ja öfter machen. Oh, schwierig, schwierig.
Marcus
0:09:59–0:10:02
Oder gibt es einen Unterschied zwischen Jackfruit und Durinam?
Gesche
0:10:04–0:10:05
Ich habe keine Ahnung, was das ist.
Marcus
0:10:07–0:10:09
Ist das die Stinkfrucht?
0:10:11–0:10:12
Man weiß es nicht.
Gesche
0:10:14–0:10:18
Schwierig. Ich möchte es echt mögen, aber vor allem ist es das Einzige,
0:10:18–0:10:19
was wir da haben zu knabbern.
0:10:21–0:10:22
Ich trinke sie mit meinem Tee, glaube ich.
0:10:28–0:10:29
Markus, glaubst du an den Tod?
Marcus
0:10:30–0:10:35
Ich frage mich viel eher, ob ich meine Geschichte mit … noch fertig bekomme. Achso.
Gesche
0:10:37–0:10:38
Aber den Namen müssen wir ja …
Marcus
0:10:38–0:10:42
Nee, es geht dir jetzt um meinen Namen. Und nicht um die … Wie wir nicht nennen.
Gesche
0:10:45–0:10:50
Okay. Ich würde einen anderen Namen suchen. Was war denn mit deinem?
Marcus
0:10:50–0:10:53
Da war das auch so, die hat auch mal was Wichtiges verpasst.
0:10:54–0:10:59
Früher, als ich jung und dynamisch war und wir Silvester gefeiert haben, war auch mit dabei.
0:11:00–0:11:05
Und sagte irgendwann mal, ich gehe noch mal kurz auf Toilette, so wie ich gerade eben.
0:11:05–0:11:08
Und gerade bin ich ja wiedergekommen und du hattest mir diesen Podcast schon
0:11:08–0:11:09
angefangen. Ja, das ist angefangen, ja.
0:11:10–0:11:12
Und kam wieder und es war das neue Jahr.
Gesche
0:11:12–0:11:15
Nein, sie hat einfach auf den Platz gesessen.
Marcus
0:11:17–0:11:19
Sie hat sich dann so Zeit gelassen, Hände gewaschen, was auch immer man so macht.
0:11:19–0:11:23
Und hier und da bis rum gedödelt. Und irgendwann war tatsächlich, kam sie wieder.
Gesche
0:11:24–0:11:29
Aber sicher, dass sie nicht einfach betrunken war und eine Stunde weg war sozusagen.
Marcus
0:11:29–0:11:31
Das weiß ich nicht, das kann ich nicht mehr sagen. Aber auf jeden Fall war das
0:11:31–0:11:36
sehr witzig, dass wir den Countdown gezählt haben, angestoßen haben.
0:11:36–0:11:41
Alles war gut und irgendwann kam sie wieder. wo ist eigentlich was passiert
0:11:41–0:11:45
komm nächstes jahr wieder ja.
Gesche
0:11:45–0:11:50
Finde ich auch ganz gut.
Marcus
0:11:50–0:11:59
Aber ich finde ja mega geil was findest du gut ich mag es wollte ich sagen diese.
Gesche
0:11:59–0:12:03
Chips schmecken vorzüglich. Nee, ich weiß nicht.
Marcus
0:12:06–0:12:08
Also muss ich die Tüte jetzt alleine aufessen?
Gesche
0:12:09–0:12:12
Also ich werde dir jedenfalls nicht dabei helfen, sagen wir mal.
Marcus
0:12:12–0:12:13
Aber hier steht doch, you get addicted.
0:12:17–0:12:19
Steht hier. Also von daher, ich glaube, du kannst, wenn du noch zwei,
0:12:19–0:12:22
drei gegessen hast, kannst du nicht mehr aufhören.
Gesche
0:12:22–0:12:24
Ich möchte das lieber nicht.
Marcus
0:12:26–0:12:27
Morgen sind die schlecht.
Gesche
0:12:28–0:12:32
Morgen sind die einfach so weich und matschig. Aber wenn man sie vielleicht
0:12:32–0:12:34
einfach in eine Dose tun würde und die zumachen.
Marcus
0:12:35–0:12:41
Du glaubst nicht an Dosen? Das ist ein Insider, über den müsstest du jetzt auch
0:12:41–0:12:42
noch einmal kurz sprechen.
Gesche
0:12:42–0:12:47
Die Witze werden immer besser, wenn man sie erklärt. Ich würde es einfach so stehen lassen.
Marcus
0:12:48–0:12:48
Okay.
Gesche
0:12:49–0:12:51
Du glaubst nicht an Dosen, aber Dosen glauben an dich.
Marcus
0:12:52–0:12:52
Eventuell.
0:12:58–0:13:01
Aber ich glaube, wir beide verstehen den Witz auf unterschiedliche Art und Weise.
0:13:02–0:13:05
Du denkst an Gott, oder? Bei dir ist das religiös?
Gesche
0:13:06–0:13:08
Ja, da kommt es halt so für mich so her.
Marcus
0:13:08–0:13:11
Bei mir kommt es ja aus dieser Corona-leugner Schwobler-Ecke.
Gesche
0:13:12–0:13:12
Ach so?
Marcus
0:13:12–0:13:16
Ja, ich glaube nicht an Impfungen, ich glaube nicht an Medizin,
0:13:16–0:13:17
ich glaube nicht an sonst irgendwas.
Gesche
0:13:18–0:13:20
Ja, aber da sagt ja keiner, die Impfung glaubt an dich.
Marcus
0:13:21–0:13:24
Nee, genau. Damit hast du aber auch erst bei mir angefangen.
Gesche
0:13:26–0:13:29
Ja, ach so, genau, dass du immer sagst, ich glaube nicht an das und das,
0:13:29–0:13:34
und meine Antwort kommt halt von dem, wenn Leute so sagen, auch wenn du nicht
0:13:34–0:13:36
an Gott glaubst, Gott glaubt an dich.
0:13:38–0:13:41
Hat ja auch ein bisschen was Selbstironisches, weil ich finde den Spruch eigentlich
0:13:41–0:13:45
tatsächlich gar nicht so schlecht außer dass ich nicht glaube.
Marcus
0:13:45–0:13:49
Dass man dort glauben die tupadosen sagen man darf tupadosen sagen gibt es glaube
0:13:49–0:13:55
ich nicht mehr sind pleite tupo ist pleite tapperware ist sowas von pleite nein.
Gesche
0:13:55–0:13:56
Gibt es nicht noch.
Marcus
0:13:56–0:14:01
Tupapartys nein diese ganzen öko leute kaufen ja alle glasbehälter und so ein
0:14:01–0:14:05
kram ja und die wollen alle kein glas mehr hast du dir ausgedacht.
Gesche
0:14:05–0:14:06
Tupo ist pleite das.
Marcus
0:14:06–0:14:07
Hätte man noch nicht bekommen.
Gesche
0:14:11–0:14:12
Warst du mal auf einer Tupper-Party?
Marcus
0:14:12–0:14:13
Ich war mal auf einer Tupper-Party.
Gesche
0:14:13–0:14:16
Ja, erzähl mal. Ich glaube, Tupper-Party ist immer ein Erlebnis.
0:14:16–0:14:17
Auf die eine oder andere Art.
Marcus
0:14:18–0:14:21
Ich war Kind und ich war bei einer Tupper-Party bei meiner Oma.
Gesche
0:14:21–0:14:23
Oh, das ist süß.
Marcus
0:14:23–0:14:25
Und ich glaube, wir haben Schüttelpizza gemacht.
Gesche
0:14:26–0:14:28
Schüttelpizza? Was ist denn Schüttelpizza?
Marcus
0:14:28–0:14:31
Man nimmt eine Tupper-Schüssel, dann haut man da alle Zutaten rein,
0:14:31–0:14:32
dann schüttelt man dieses,
0:14:34–0:14:38
Tupper-Schüsselchen und dann macht man das auf ein Blech, belegt das und…
0:14:38–0:14:41
Nee, weiß nicht, braucht man gar nicht belegen. Man hat ja alles durchgeschüttelt.
0:14:42–0:14:44
Dann kommt es in den Ofen und die Sache ist erledigt.
Gesche
0:14:44–0:14:45
Das kommt mir merkwürdig vor.
Marcus
0:14:45–0:14:49
Nein, diese Schüttelpizza war super. Nein, die Schüttelpizza war super.
0:14:50–0:14:52
Ich war mal auf einer Thermomix-Party.
Gesche
0:14:52–0:14:55
Ei, ei, ei, da habt ihr zumindest viel Essen.
Marcus
0:14:55–0:14:57
Das stimmt, das fand ich spannender.
Gesche
0:14:57–0:15:00
Ich war mal auf einer Tupper-Party mit meinem damaligen Mitbewohner.
0:15:00–0:15:01
Ich sage seinen Namen nicht.
Marcus
0:15:02–0:15:03
Wer immer noch 29 ist.
Gesche
0:15:06–0:15:11
Nicht der ehemalige Mitbewohner, mit dem ich den Streit um das ganze Geld hatte.
Marcus
0:15:11–0:15:12
Ach so, okay.
Gesche
0:15:12–0:15:17
Der andere. Der gewisse Verbindung in die theologische Kapazität.
0:15:18–0:15:23
Quasi um Ecken. Also der Verbindung hatte mit jemandem, der Verbindung in die theologische…
Marcus
0:15:23–0:15:25
So 16, 15, 20 cm.
Gesche
0:15:26–0:15:33
Weiß ich jetzt nicht. Auch nicht, ob das… Nee, Professorenschaft.
0:15:33–0:15:34
Man weiß es, weiß man nicht.
Marcus
0:15:34–0:15:35
Ignoramus, Ignorabimus.
Gesche
0:15:35–0:15:42
Weiß man nicht. Auf jeden Fall. Da war ich mit meinem damaligen Mitbewohner auf einer Tupperparty.
0:15:43–0:15:46
Und der hat nicht so gesund gegessen, so, ne, zu Hause.
Marcus
0:15:46–0:15:48
Der hat auch bei dir gewohnt?
Gesche
0:15:48–0:15:50
Mein Mitbewohner hat bei mir gewohnt, ja.
Marcus
0:15:50–0:15:54
Ich dachte, der hat nur bei dir geschlafen, also geschlafen, also…
Gesche
0:16:00–0:16:02
Richtig bei mir gewohnt. Er hat ein Zimmer bei mir gehabt.
Marcus
0:16:02–0:16:05
Ich dachte, er hat sich immer nur mit den Leuten durchgefögelt, die bei dir sind.
Gesche
0:16:07–0:16:09
Nein, der war richtig…
Marcus
0:16:10–0:16:12
Du hattest so hübsche Mitbewohner.
Gesche
0:16:12–0:16:15
Du wusstest das aber auch. Weißt du, was tatsächlich der Punkt ist? Du wusstest damals…
0:16:17–0:16:19
Das ist eine Sache. Ich weiß nicht, ob ich dir das mal erzählt habe.
0:16:19–0:16:21
Gut, dass wir es jetzt aufnehmen.
Marcus
0:16:21–0:16:22
Ich werde Trosch schneiden.
Gesche
0:16:25–0:16:28
Und ich haben zusammen gewohnt. und,
0:16:30–0:16:34
als wir dann auseinander also wir haben uns dann jetzt sehr zerstritten und
0:16:34–0:16:38
es war alles irgendwie ein bisschen dramatisch und blöd und so und relativ viele
0:16:38–0:16:39
Leute aus meinem Umfeld haben dann,
0:16:40–0:16:43
hinterher, als es so auseinander ging hat so gesagt, oh ja das habe ich mir
0:16:43–0:16:45
ja schon gedacht, dass das echt schief gehen kann mit euch und so,
0:16:46–0:16:48
weißt du, so hinterher kamen halt richtig viele so klar, ja wenn man mit einem
0:16:48–0:16:52
guten Freund zusammenzieht und so, das war ja irgendwie klar dass das schief gehen kann,
0:16:53–0:16:56
du warst die einzige Person, die die es vorher gesagt hat.
0:16:57–0:17:00
Du hast nämlich vorher gesagt, als ich dir erzählt habe, dass ich mich mit F***
0:17:00–0:17:04
zusammenziehen will, ob ich mir das gut überlegt habe oder ob ich meine,
0:17:04–0:17:07
das ist eine gute Idee. Du hast quasi deine Bedenken geäußert.
0:17:08–0:17:11
Als es schiefgegangen ist, hast du nichts gesagt.
0:17:12–0:17:15
Das war für mich so ein Ding. Ich weiß, dass mir das so hängen geblieben ist,
0:17:15–0:17:19
weil ich für mich danach immer dachte, so möchte ich auch sein.
0:17:19–0:17:24
Ich möchte nicht sein, wenn jemand auf die Nase gefallen ist und hinterher anzukommen
0:17:24–0:17:29
und zu sagen, war ja klar, ist halt richtig scheiße.
0:17:29–0:17:31
Und dann bevor zu sagen, okay, hast du dich so gut überlegt?
0:17:31–0:17:32
Ich glaube, das könnte schief gehen.
0:17:33–0:17:37
Und danach, aber du hast mir nicht unter die Nase gerieben danach oder so.
0:17:37–0:17:38
Und das fand ich sehr gut.
Marcus
0:17:39–0:17:40
Kann ich mich leider null dran erinnern.
Gesche
0:17:40–0:17:43
Siehst du? Ich kann mich halt nicht dran erinnern, wie wir uns kennengelernt
0:17:43–0:17:46
haben. Aber für mich war das einfach ja, ja,
0:17:48–0:17:50
ich fand das so anständig irgendwie.
Marcus
0:17:53–0:17:57
Und in der Gellertstraße war auch die Party mit den Socken, mit dem Typen mit den Socken.
Gesche
0:18:01–0:18:04
Auf jeden Fall war ich mit dieser, ach, so einen Namen kann ich ja nachher nicht.
0:18:05–0:18:06
Wir waren auf dieser Tupperparty.
Marcus
0:18:07–0:18:09
Musst du dich jetzt wieder zurückdingsen?
Gesche
0:18:10–0:18:13
Schnittmarke? Vielleicht lasse ich es auch trotzdem drin, einfach mal gucken.
0:18:13–0:18:14
Man weiß nicht, was passiert.
0:18:16–0:18:19
Und die haben da so eine Salatschleuder vorgestellt. Und er war halt so,
0:18:19–0:18:23
oh mein Gott, die ist so toll. Ich brauche die unbedingt.
0:18:23–0:18:26
Und ich halt so, dein Ernst, wir wohnen seit Monaten zusammen.
0:18:26–0:18:29
Ich habe dich noch nicht einmal Salat essen sehen.
0:18:30–0:18:36
Er wollte ja unbedingt diese Salatschneider. Und das, was ich seitdem mit Tupperpartys verbinde.
Marcus
0:18:36–0:18:40
Da würde ich doch schon eher die Schüttelpizza präferieren wollen.
Gesche
0:18:41–0:18:46
Ja, auf jeden Fall. Oh, Tomaten, ne? Das klippt echt überall.
Marcus
0:18:47–0:18:48
Ich kenne noch die Flotte Müllerin.
Gesche
0:18:49–0:18:50
Die Flotte Müllerin?
Marcus
0:18:50–0:18:50
Ja.
Gesche
0:18:51–0:18:51
Was ist das?
Marcus
0:18:51–0:18:57
Das ist so ein blaues Ding, um Puderzucker zu verrieseln. Über Kuchen oder so.
Gesche
0:18:57–0:19:00
Wo man so einen Griff hat und dann so? Nein.
Marcus
0:19:00–0:19:04
Dass die Flotte Müllerin ist? Ich dachte, die Flotte Müllerin hat oben was zum Drehen.
Gesche
0:19:05–0:19:05
Zum Drehen?
Marcus
0:19:06–0:19:06
Ja.
Gesche
0:19:06–0:19:07
Und das ist ganz von Tupper?
Marcus
0:19:07–0:19:10
Und dann kam unten der Puderzucker rausgerieselt.
Gesche
0:19:11–0:19:11
Auch nicht schlecht.
Marcus
0:19:12–0:19:14
Aber vielleicht gibt es das auch mit.
Gesche
0:19:14–0:19:16
Mit so einem Sieb mache ich das. Mit so einem kleinen Sieb, wie so ein Steinzeitmensch.
Marcus
0:19:22–0:19:25
Tja, und irgendwann hat eine Kollegin sich dann einen Thermomix gekauft und
0:19:25–0:19:29
dann, ich weiß gar nicht, muss man diese Tupperpartys und Thermomixpartys machen,
0:19:29–0:19:31
wenn man irgendwas gekauft hat? Nee, dann kriegen die Prozente.
0:19:31–0:19:32
Deswegen machen die das.
Gesche
0:19:33–0:19:36
Aber Tupper gab es doch nur darüber, oder nicht? Tupper war doch irgendwas,
0:19:36–0:19:38
du konntest das doch nicht normal im Laden kaufen, oder?
Marcus
0:19:38–0:19:40
Kann ich denn einen Thermomix so normal im Laden kaufen?
Gesche
0:19:41–0:19:41
Ich denke, ja.
Marcus
0:19:43–0:19:46
Ich glaube, dass meine Kollegin dann irgendwie 15 Prozent, 10 Prozent,
0:19:46–0:19:50
keine Ahnung, Prozent Rabatt bekommen hat, wenn sie anschließend eine Tupperparty macht.
Gesche
0:19:52–0:19:54
Es ist halt auch ein Schneeballsystem.
Marcus
0:19:54–0:19:58
Und dann sind wir da hingefahren und dann haben wir diese Thermomix-Party gemacht
0:19:58–0:20:01
und sie war tatsächlich die Einzige, die da noch einen zweiten Thermomix gekauft hat.
Gesche
0:20:02–0:20:03
Sie war selbst ihre beste Kundin?
Marcus
0:20:03–0:20:04
Ja.
Gesche
0:20:06–0:20:08
Schneeballsystem auf sich selber angewendet.
Marcus
0:20:08–0:20:11
Wir haben uns gefreut, gut, gab was zu essen, war ein netter Abend.
0:20:12–0:20:15
Und sie hat tatsächlich gesagt, dann kaufe ich noch einen, wenn das so toll
0:20:15–0:20:17
ist. Hat aber auch vier Kinder.
0:20:18–0:20:20
Und einen Hausmann, der der zu Hause kocht.
Gesche
0:20:21–0:20:23
Das ist dein Hobby, ich sammle Thermomix.
Marcus
0:20:25–0:20:26
Kosten ja nicht so viel.
Gesche
0:20:26–0:20:28
Was kostet denn so ein Thermomix? Das ist richtig teuer, ne?
Marcus
0:20:32–0:20:34
Ich weiß es nicht. Ich glaube, sehr teuer.
Gesche
0:20:35–0:20:37
Markus, wenn du alleine im Wald wärst…
Marcus
0:20:37–0:20:38
Mit einem Thermomix.
Gesche
0:20:39–0:20:42
Was hättest du lieber in deiner Nähe? Eine Tupperdose oder einen Thermomix?
0:20:44–0:20:48
Ich würde mich irgendwie für die Tupperdose entscheiden. Wenn sie gefüllt ist.
0:20:49–0:20:52
Wenn du eine Frau willst. Kannst du dich so reinversetzen, eine Frau zu sein?
Marcus
0:20:52–0:20:52
Nein.
Gesche
0:20:52–0:20:58
Kannst du nicht, ne? Ich wollte dir eigentlich über diese Mann-oder-Bär-Frage…
0:20:59–0:21:02
Was mache ich mit dem Mikro? eigentlich reden, aber ich habe niemanden gefunden,
0:21:02–0:21:03
der mit mir darüber reden wollte.
0:21:06–0:21:09
Stimmt gar nicht. Ich glaube, Dani hat sogar geschrieben, sie wird es machen.
0:21:09–0:21:11
Aber ich kann es ja schon mal vorweg nehmen.
0:21:12–0:21:15
Kannst du nachvollziehen, dass Frauen sagen, sie werden im Wald lieber alleine
0:21:15–0:21:17
mit einem Bär als mit einem Mann?
0:21:17–0:21:22
Oder findest du es super weird, weil es dumm ist und Bären echt gefährlich sein können?
Marcus
0:21:25–0:21:28
Ich hatte ja diese Unterhaltung mit meiner Försterin.
Gesche
0:21:29–0:21:33
Du kannst dich, glaube ich, am ehesten in diesem Gedankenspiel kannst du dich
0:21:33–0:21:37
am ehesten in den Wald reinversetzen So ist das wohl Du hast ja Wald.
Marcus
0:21:37–0:21:42
Markus, du hast Wald Das muss man, Ländereien, muss man sagen Also quasi Das klingt.
Gesche
0:21:42–0:21:45
Als ob du reich wärst, erzähl mal von deinen Ländereien Das ist vielleicht auch
0:21:45–0:21:47
gerade spannender Wie viel Wald hast du?
Marcus
0:21:47–0:21:53
Ich habe Wald und allerdings ist der Wald an der polnischen Grenze Das heißt,
0:21:53–0:21:57
dieser Wald ist, glaube ich, insgesamt nicht so viel wert wie hier ein kleines
0:21:57–0:21:58
Mini-Wäldchen Vielen Dank.
0:22:00–0:22:04
Weil es näher an der polnischen Grenze ist? Ja, weil es im Osten ist und es da ja so viel Wald gibt.
0:22:05–0:22:11
Und die Preise für Land- und forstwirtschaftliche Flächen einfach um ein Vielfaches geringer sind.
Gesche
0:22:11–0:22:13
Warum hast du Wald eigentlich, Markus?
Marcus
0:22:14–0:22:16
Im Prinzip finde ich es besser, wenn ich ihn habe, als wenn ihn jemand anderes
0:22:16–0:22:19
hat. Das ist so dieses Größenwahnsinnig-Ding.
Gesche
0:22:21–0:22:21
Megalomanie?
Marcus
0:22:21–0:22:22
Ja, danke.
Gesche
0:22:22–0:22:25
Ist das einzige Fremdwort, das ich kenne. Deswegen muss ich jedes Mal,
0:22:25–0:22:29
wenn jemand Größenwahnsinn sagt, muss ich halt sagen, dass ich das Fremdwort dazu kenne.
Marcus
0:22:29–0:22:31
Das ist ja schön, das ist ja schön. Ja, weiß ich auch nicht.
0:22:32–0:22:35
Ich glaube, es hat damals angefangen, als meine Oma ihren Wald verkauft hat.
0:22:36–0:22:38
Das ist nicht gut, ne? Das ist nicht gut.
Gesche
0:22:38–0:22:39
Deine Oma hatte Wald?
Marcus
0:22:39–0:22:44
Ja, die hat ihren Wald verkauft, also hatte relativ viel Wald und hat den dann
0:22:44–0:22:47
an jemand aus dem Ort für sehr, sehr wenig Geld verkauft.
0:22:48–0:22:51
Um nicht zu sagen, also verschenkt, könnte man quasi sagen.
Gesche
0:22:51–0:22:52
Ah ja, und dann hast du gedacht, so nicht.
Marcus
0:22:53–0:22:55
Und das hat mich geärgert. Das hat mich sehr, sehr geärgert,
0:22:55–0:22:56
weil ich den gerne haben wollte.
0:22:57–0:23:00
Und sie hat dann, ist dann irgendwie mit den 300 Euro, dann ist es gehabt,
0:23:00–0:23:02
irgendwie 1000 Euro hat sie dafür, 5,5 Hektar bekommen.
0:23:02–0:23:06
Und das heißt, genau, dann ist sie, glaube ich, mit meinem Bruder oder meiner
0:23:06–0:23:08
Cousine, das weiß ich gar nicht, irgendwo hingefahren.
0:23:08–0:23:11
Nein, sie ist zu meiner Cousine gefahren, genau. Und dann hat sie irgendwie
0:23:11–0:23:15
ihr 300 Euro gegeben und 300 Euro hat das Hin- und Zurückfahren gekostet.
0:23:16–0:23:20
Und für die restlichen 300 Euro hat, glaube ich, irgendjemand ein Fahrrad gekriegt.
0:23:20–0:23:25
Und dann war quasi das gesamte Geld weg.
0:23:26–0:23:31
Für doch schon ein relativ großes Stück Wald. Und dann war ich sauer.
0:23:32–0:23:35
Und dann habe ich, wollte ich auch Wald haben.
0:23:36–0:23:40
Und dann, wie das halt so ist, man fängt einmal an, läuft durch den Wald,
0:23:40–0:23:44
man möchte einen Pilz finden und dann stehen da ganz viele und dann ist der
0:23:44–0:23:47
Korb voll und man braucht trotzdem mehr. Und suchst das irgendwie dann weiter über.
0:23:49–0:23:50
Und jetzt habe ich Wald.
Gesche
0:23:50–0:23:51
Wie viel hast du?
Marcus
0:23:52–0:23:54
Wald? Ja, ich habe jetzt 43 Hektar.
Gesche
0:23:55–0:23:58
Wenn du die jetzt verkaufen würdest, wenn du jetzt sagen, hier,
0:23:58–0:24:02
keine Ahnung, eBay Kleinanzeigen, 43 Hektar Wald.
0:24:03–0:24:08
Ich weiß nicht, wie man Wald verkauft. Wie viel würdest du dafür jetzt bekommen?
Marcus
0:24:09–0:24:12
Da kommt auf einen, also,
0:24:14–0:24:17
weiß ich auch nicht, kann ich nicht sagen.
Gesche
0:24:17–0:24:22
Du hast es ja Stück für Stück, glaube ich, gehabt, ne? Aber ist alles zusammen,
0:24:22–0:24:24
deine ganze Waldfläche, die du hast?
Marcus
0:24:24–0:24:27
Nein, ist nicht zusammen. Nein, bitte, hier mal ein halber Hektar,
0:24:27–0:24:30
da mal ein bisschen was, dort mal ein bisschen was.
0:24:33–0:24:37
Also die Gagenossenschaften, die zahlen momentan, glaube ich,
0:24:37–0:24:42
also Also wenn Sie Flächen einkaufen, dann zahlen Sie 6.000 aktuell für einen Hektar.
0:24:43–0:24:47
Das ist nicht so viel. Im Westen, glaube ich, zahlt man ein Vielfaches dafür.
Gesche
0:24:47–0:24:48
Ah, krass, okay.
Marcus
0:24:48–0:24:53
Dann ist aber immer die Frage, also momentan kaufen sie selber keine Flächen
0:24:53–0:24:56
an, weil denen das mit dem Klimawandel und dem…
0:24:57–0:25:02
Also es ist alles Kiefernwald. Das heißt, die Gefahr, dass es brennt, ist relativ hoch.
0:25:03–0:25:07
Und deswegen kaufen sie gerade nicht an. Und 43 Hektar sind aber jetzt schon
0:25:07–0:25:10
zu viel, um sie noch an irgendwelche Privatleute zu verkaufen.
Gesche
0:25:12–0:25:13
Ah, okay.
Marcus
0:25:14–0:25:18
Also die Leute, die viel Flächen aufkaufen, die wollen da gerade nicht ran und
0:25:18–0:25:21
die, die vielleicht, was weiß ich, irgendjemand aus dem Dorf,
0:25:21–0:25:22
der für Brennholz oder sowas.
Gesche
0:25:23–0:25:25
Du müsstest es dann stückchenweise quasi wieder verkaufen.
Marcus
0:25:26–0:25:31
Und das kann man halt auch nicht auf einmal machen, weil dann würde der Preis, wäre nicht so hoch.
Gesche
0:25:32–0:25:35
Und was steht da, was ist da so in deinem, aber das ist alles,
0:25:35–0:25:41
also Wald heißt ja quasi, ist nicht, nicht geforstet, sondern.
Marcus
0:25:42–0:25:45
Nein, es ist schon Forst. Es ist alles Forst? Es ist alles Forst,
0:25:45–0:25:48
ja. Witzigerweise bin ich ja in Forst geboren.
Gesche
0:25:49–0:25:50
In Forst?
Marcus
0:25:50–0:25:52
Ich bin ja in Forst geboren.
Gesche
0:25:52–0:25:53
Das ist der Name von einem Ort?
Marcus
0:25:53–0:25:56
Der Ort, die Stadt heißt Forst. Und jetzt eine kleine Geschichte in der Geschichte.
0:25:57–0:26:02
In meiner Geburtsurkunde steht Forst-Lausitz.
0:26:03–0:26:11
Aber dieser Ort hieß in der DDR offiziell Forst-Lausitz. heißt heute aber Forst,
0:26:11–0:26:12
Klammer auf, Lausitz, Klammer zu.
0:26:13–0:26:17
Und das führte dazu, dass, als ich mir den letzten, ich weiß gar nicht,
0:26:17–0:26:20
Reisepass, Personalausweis oder sowas habe in Oldenburg machen lassen,
0:26:20–0:26:26
zu akuter Irritation, weil die Dame nicht wusste, welches Forst denn nun das richtige ist.
0:26:27–0:26:30
Und tatsächlich steht jetzt in meinem Personalausweis oder Reisepass,
0:26:30–0:26:34
weiß ich nicht, Forst, Klammer auf, Lausitz, Klammer zu.
0:26:35–0:26:40
Nee, stimmt gar nicht. Geboren in Forst minus Lausitz. Ehemals Forst schräg
0:26:40–0:26:43
schräg Lausitz. Jetzt Forst, Klammer auf.
Gesche
0:26:43–0:26:44
Lausitz, Klammer zu.
Marcus
0:26:47–0:26:48
Das ist…
Gesche
0:26:48–0:26:50
Da steht alles komplett.
Marcus
0:26:50–0:26:55
Steht da einmal, also in Abkürzung, jetzt mit J abgekürzt.
0:26:55–0:26:56
Aber tatsächlich steht da dieses
0:26:56–0:27:01
riesige lange Konstrukt, um einmal zu klären, wo ich denn geboren bin.
Gesche
0:27:01–0:27:02
Damit auch keine Verwechslung ist.
Marcus
0:27:02–0:27:04
Ja, es muss ja klar sein.
Gesche
0:27:06–0:27:11
Schön. Also du bist in Forst geboren und jetzt besitzt du Forst.
0:27:11–0:27:14
Und was für Baumbestand ist da so drin?
Marcus
0:27:14–0:27:22
Ich habe drei Hektar Laubwald oder war Laubwald. Viel eingegangen in den letzten Jahren.
0:27:23–0:27:26
Und die restlichen 40 Hektar sind eigentlich Kiefernwald.
0:27:28–0:27:32
Also wenn ich sie kaufe, ist es eigentlich ausschließlich mit Kiefern bestockt
0:27:32–0:27:36
und dann lasse ich da mal ein paar Bäumchen fällen und dadurch,
0:27:36–0:27:40
dass dann mehr Licht drankommt, wachsen dann auch mal ein paar Laubbäume und
0:27:40–0:27:44
das sind da in der Ecke aber in der Regel immer Roteichen, die aufkommen.
0:27:46–0:27:48
Also es wird zum Mischwald.
Gesche
0:27:48–0:27:50
Die dann alleine sich überlegen?
Marcus
0:27:51–0:27:55
Ja, Roteiche ist sehr invasiv, die kommen dann mit den Böden ganz gut zurecht
0:27:55–0:27:58
und das Gute ist aber, dass Roteiche eigentlich nicht brennt.
0:27:59–0:28:03
Die bilden so, also wenn das Laub im Herbst runterfällt, dann zersetzt sich
0:28:03–0:28:06
das nicht, weil die, weiß ich auch nicht warum, wahrscheinlich,
0:28:06–0:28:11
wenn da irgendwelche Gerbsäuren drin sind in den Blättern und die hiesige Insektenwelt
0:28:11–0:28:13
ist noch nicht so auf Roteiche eingestellt.
0:28:13–0:28:18
Das heißt, die Blätter bleiben einfach liegen und bilden dann so eine pappige
0:28:18–0:28:20
Schicht auf dem Boden, die nicht brennt.
0:28:21–0:28:25
Und das ist ganz praktisch. Also in der DDR hat man Roteichenriegel auch zwischen
0:28:25–0:28:29
die Wälder gepflanzt, einfach weil sie dann wussten, okay, wenn irgendwie so
0:28:29–0:28:32
eine Feuerwalze kommt, die bleibt da stehen.
Gesche
0:28:33–0:28:34
Ach Gott, das ist ja verrückt.
Marcus
0:28:35–0:28:41
Von daher nehme ich das gerne in Kauf, was die Natur da mir momentan schenkt.
0:28:42–0:28:46
Es wäre natürlich schöner, wenn da einheimische Eichenarten aufkommen würden,
0:28:46–0:28:53
aber die wachsen so langsam und sind auch von Schädlingen sehr bedroht,
0:28:53–0:28:55
also viele Insekten, die da drauf gehen.
0:28:56–0:28:59
Das heißt, da muss man noch ein bisschen aufpassen, was da kommt,
0:28:59–0:29:02
wenn der eigene Prozessionsspinner kommt, dann wird es vielleicht sogar teuer,
0:29:02–0:29:07
weil da manchmal die Feuerwehr ausrücken muss, um diese Insekten zu entfernen.
0:29:08–0:29:12
Die Feuerwehr entfernt Insekten? Ja, weil die sind sehr, sehr,
0:29:12–0:29:15
sehr hoch allergen. Heißt das so? Ich habe keine Ahnung.
0:29:15–0:29:18
Es gibt Menschen, die sehr allergisch sind gegen den Eichenprositionsspinner.
0:29:20–0:29:23
Und die heimischen Eichenarten kommen…
Gesche
0:29:24–0:29:29
Gibt es eine Meldepflicht dafür? Wenn da so ein Befall ist, musst du die melden?
Marcus
0:29:31–0:29:32
Das weiß meine Försterin zum
0:29:32–0:29:36
Glück nicht. Ich hatte sie gefragt und sie sagte, sie weiß es nicht. Okay.
Gesche
0:29:36–0:29:42
Und deine Försterin heißt, wenn man Wald besitzt, dann hat man automatisch einen
0:29:42–0:29:46
Förster oder eine Försterin, die dafür zuständig ist?
Marcus
0:29:47–0:29:47
Genau.
Gesche
0:29:47–0:29:49
Und die bezahlst du?
Marcus
0:29:50–0:29:54
Nee, die Bundesländer sind aufgeteilt in Forstreviere und das heißt,
0:29:54–0:29:58
egal wo man Wald hat, dieser Wald gehört immer zu irgendeinem staatlichen Forstrevier
0:29:58–0:30:03
und da ist dann immer ein Förster, eine Försterin zuständig.
Gesche
0:30:03–0:30:06
Aber jeder Wald ist grundsätzlich so, dass man da durchlaufen kann.
0:30:06–0:30:11
Oder könntest du um deinen Wald jetzt einen Zaun rumziehen und sagen,
0:30:11–0:30:14
hier ist meins, hier darf jetzt keiner reinlaufen?
Marcus
0:30:14–0:30:18
Ich glaube, das kann ich machen bis zwei Hektar Fläche, aber nur,
0:30:18–0:30:20
wenn der Zaun einen Sinn hat.
0:30:20–0:30:24
Also wenn ich irgendwas Gutes reingepflanzt habe oder wenn ich möchte,
0:30:24–0:30:25
dass Laubbäume in Naturverjüngung aufkommen,
0:30:26–0:30:30
dann kann ich den für eine gewisse Zeit einen Friedenzaun rumziehen,
0:30:30–0:30:35
damit er einfach vor Wild, also vor Rehen, Hirschen geschützt ist. Er muss dann wieder weg.
0:30:36–0:30:41
Ansonsten gilt immer das freie Betretungsrecht für Waldflächen.
Gesche
0:30:41–0:30:44
Das hast du mir nämlich vorhin erklärt. Wir waren heute Nachmittag.
Marcus
0:30:44–0:30:45
Oh, das war so schön.
Gesche
0:30:45–0:30:46
Sind wir an die Schlei.
Marcus
0:30:46–0:30:48
Es war zum Sterben schön.
Gesche
0:30:50–0:30:54
Schwansen sehen und sterben. War es ein Spaziergang oder eine Wanderung?
0:30:54–0:30:57
Das letzte Mal, als wir mit Freunden diese Strecke gegangen sind,
0:30:57–0:31:01
kam diese Frage auf. Ab wann wird ein Spaziergang eigentlich zu einer Wanderung?
Marcus
0:31:03–0:31:07
Wir haben zwischendurch schon ganz schön gekeucht Das liegt aber daran.
Gesche
0:31:07–0:31:10
Dass wir sehr unsportlich sind Und.
Marcus
0:31:10–0:31:12
Dass es hier besonders bergig.
Gesche
0:31:12–0:31:16
Ist Im Vergleich zu dem, wo du herkommst, was wir nicht sagen,
0:31:16–0:31:18
wegen der Anonymität Ja.
Marcus
0:31:18–0:31:24
Okay Nein, nachdem man weiß, wo ich jetzt geboren wurde, kann man nicht auch
0:31:24–0:31:24
noch wissen, wo ich wohne.
Gesche
0:31:25–0:31:26
Das wäre ja albern,
0:31:30–0:31:34
Wir sind also durch dieses Wäldchen da auf den Weg zur Schlei gegangen.
Marcus
0:31:34–0:31:36
Und du hattest die Motorsäge vergessen.
Gesche
0:31:36–0:31:39
Ich hatte leider meine falsche Handtasche dabei, deswegen hatte ich die Motorsäge nicht mit.
0:31:40–0:31:47
Und wir kamen an einer Abhegung vorbei, wo so eine Holzschranke sozusagen davor war.
0:31:47–0:31:51
Und ich hatte dich gefragt, ob das eigentlich wohl heißt, dass man nur mit dem
0:31:51–0:31:52
Auto da nicht rein darf oder generell nicht.
0:31:52–0:31:59
Und dann hast du mir erklärt, dass Wald im Allgemeinen sozusagen öffentlich ist.
Marcus
0:32:00–0:32:06
Hat eine Erholungsfunktion und die muss den Menschen irgendwie zugänglich sein.
Gesche
0:32:06–0:32:07
So wie Kleingärtenanlagen.
Marcus
0:32:09–0:32:11
Ich kann in einen Kleingarten gehen und Erfremdflügel?
Gesche
0:32:11–0:32:15
Nicht in den Kleingarten selber, aber die müssen auch so offen sein,
0:32:15–0:32:16
dass man bei denen da durchgehen kann.
0:32:17–0:32:21
Und auch, also das ist jetzt auch, ich weiß nicht, kann jemand gerne Fact-Checking
0:32:21–0:32:23
machen? Das ist auch nur so, wie es mir immer erzählt wurde.
0:32:23–0:32:27
Bei Kleingärten gibt es ja auch oft so Regeln, dass die Hecken nicht so hoch
0:32:27–0:32:30
sein dürfen und sowas. Wo es dann ja oft heißt, oh, das ist so schließlich.
0:32:31–0:32:34
Aber es soll wohl auch dazu dienen, dass man ein schönes Erlebnis hat,
0:32:35–0:32:37
wenn man da durchgeht. Weil die sind ja sehr subventioniert,
0:32:37–0:32:38
auch diese Kleingärten.
0:32:39–0:32:42
Man zahlt ja nicht so viel dafür. Und es soll auch deswegen allen zugutekommen,
0:32:43–0:32:46
wenn man jetzt einen schönen Spaziergang macht, dass man dann nicht quasi durch
0:32:46–0:32:51
so ein Heckenlabyrinth läuft, sondern schön über die Anlage blicken kann quasi.
0:32:54–0:32:56
Das heißt nicht, dass du in den Kleingarten reinlaufen darfst,
0:32:56–0:32:59
aber du soll auch schön zum Spazierengehen sein.
Marcus
0:33:00–0:33:01
Im Studium hatte ich ja auch einen Kleingarten.
Gesche
0:33:03–0:33:04
Hattest du, ne?
Marcus
0:33:04–0:33:05
Hast du was dazu angebaut?
Gesche
0:33:05–0:33:06
Da Gemüse?
Marcus
0:33:06–0:33:09
Ich habe wie immer nicht die geringste Ahnung an irgendetwas.
Gesche
0:33:09–0:33:13
Das macht nichts. Das ist lange her. Unsere Studienzeit ist lange her.
Marcus
0:33:13–0:33:14
Sind wir alt?
Gesche
0:33:15–0:33:15
Nein.
Marcus
0:33:15–0:33:16
Dann ist wunderbar.
Gesche
0:33:17–0:33:19
Wir waren einfach sehr jung, als wir studiert haben.
Marcus
0:33:21–0:33:21
Zwei.
Gesche
0:33:23–0:33:24
So.
Marcus
0:33:25–0:33:30
Aber anders als im Kleingarten darf man im Wald ja pflücken und mitnehmen, was da wächst.
Gesche
0:33:30–0:33:34
Ah ja. Also ich könnte in deinen… Also wenn jetzt jemand hier von unseren
0:33:34–0:33:39
Zuhörerinnen irgendwie mal in der Lausitze unterwegs ist, durch den Wald läuft
0:33:39–0:33:44
und Pilze sammelt, kann sein, dass das schon bei dir dir deine Pilze geklaut hat.
Marcus
0:33:44–0:33:49
Das könnte sein. Man darf Beeren sammeln. Man darf Leseholz mitnehmen.
0:33:49–0:33:53
Was ist Leseholz? Also quasi trockenes Holz, was irgendwie so auf die Erde gefallen
0:33:53–0:33:55
ist. Bis zu einem gewissen Durchmesser.
0:33:55–0:33:58
Wenn man zum Beispiel für Brennholz oder sowas.
Gesche
0:33:58–0:34:02
Aber wenn jetzt ein Baum zum Beispiel von alleine umgefallen ist,
0:34:02–0:34:05
darf ich nicht mit der Axt da ran und mir…
Marcus
0:34:05–0:34:09
Genau, richtig. Also Leserholz heißt tatsächlich, dass man es mit der Hand auflesen kann.
Gesche
0:34:09–0:34:09
Ah ja.
Marcus
0:34:10–0:34:14
Das finde ich ein bisschen ärgerlich, weil ich habe hier einen Nachbar.
0:34:15–0:34:21
Also neben meinem Wald. Und dieser Nachbar ist zufällig Vorsitzender einer gewissen deutschen Partei.
0:34:24–0:34:27
Auch im Bundestag Fraktionsvorsitzender.
Gesche
0:34:27–0:34:30
Einer Partei, also die wir vielleicht nicht so gerne mögen.
Marcus
0:34:30–0:34:31
Das könnte es sein.
Gesche
0:34:31–0:34:32
Einer nicht so beliebten Bundesvorsitzenden.
Marcus
0:34:32–0:34:37
Also eine sehr beliebte Partei. Aber bei uns nicht so beliebt.
0:34:37–0:34:38
Bei uns beiden nicht so beliebt.
Gesche
0:34:38–0:34:40
Und das ist der Bundesvorsitzende?
Marcus
0:34:40–0:34:43
Ich weiß nicht, ist der der Bundesvorsitzende? Also das ist einer von den beiden.
0:34:43–0:34:45
Und das ist nicht die Frau.
Gesche
0:34:46–0:34:46
Ach Quatsch.
Marcus
0:34:46–0:34:48
Ja, und der ist ja tatsächlich da mein Nachbar.
Gesche
0:34:49–0:34:50
Also wie dein Nachbar?
Marcus
0:34:51–0:34:53
Er hat den Wald neben dir? Ja.
0:34:55–0:34:58
Also er wohnt quasi nebenan, ja, also er wohnt nebenan, er hat nicht den Wald
0:34:58–0:34:59
nebenan. Ja, das ist ungünstig.
Gesche
0:35:01–0:35:03
Du meinst, dass dein Holz…
Marcus
0:35:03–0:35:06
Also er wohnt nicht ganz nebenan, also er wohnt quasi in dem Ort da mit drin,
0:35:06–0:35:09
aber ich vermute, dass wenn er spazieren geht oder wenn er irgendwo hin möchte…
0:35:09–0:35:10
Dass der dein Holz nimmt.
0:35:10–0:35:14
Nein, das weiß ich nicht, aber dass der auch da durchgeht. Und das ärgert mich dann doch.
0:35:15–0:35:17
Aber ich kann ja jetzt auch keine Schilder anbringen und all die Leute…
Gesche
0:35:17–0:35:19
Kein Wald für Nazis oder so.
Marcus
0:35:19–0:35:21
Oh, das könnte ich anbringen, das ist eine gute Idee.
Gesche
0:35:21–0:35:22
Gibt doch diese hier Nazis.
Marcus
0:35:23–0:35:23
Ja.
Gesche
0:35:24–0:35:27
Wir müssen leider draußen bleiben. Nee, was ist denn diese Stelle?
0:35:27–0:35:29
Kein Ort für Nazis. Diese Ortsschilder.
Marcus
0:35:29–0:35:31
Ja, genau so was schwebt mir vor.
Gesche
0:35:31–0:35:32
Ja, kein Wald für Nazis.
0:35:34–0:35:35
Echt, ne?
Marcus
0:35:35–0:35:40
Das ist ja, das ist ganz, ist nicht so schön. Möchte man ja eigentlich nicht.
Gesche
0:35:41–0:35:45
Nee. Du denkst, du gehst in den Wald, hast da zumindest deine Ruhe.
Marcus
0:35:45–0:35:46
Und dann triffst du da.
Gesche
0:35:46–0:35:46
Dann kommt dir…
Marcus
0:35:46–0:35:52
Und dann wären wir bei der Ausgangsfrage. Bär oder Mann?
Gesche
0:35:52–0:35:53
Ein Bär, auf jeden Fall.
Marcus
0:35:53–0:35:57
Siehste, siehste, das wäre jetzt die Antwort. Auf jeden Fall.
Gesche
0:35:57–0:36:00
Bär oder Nazi müsste die Frage sein.
Marcus
0:36:00–0:36:04
Also Blaubären wachsen da, Preiselbären wachsen da, Superbären. Ganz, ganz toll.
0:36:06–0:36:10
Nur Preiselbären, weiß ich gar nicht, auf welcher Stelle da Preiselbären wachsen.
0:36:10–0:36:12
Irgendwo wachsen auch schon mal Preiselbären.
0:36:13–0:36:16
Und da also doch deutlich lieber Bär als…
Gesche
0:36:16–0:36:18
Das ist echt so.
Marcus
0:36:19–0:36:24
Ja, und ich… Hat ja auch fast schon bei ihm geklingelt. weil ich würde ganz
0:36:24–0:36:27
gerne noch eine Nachbarfläche kaufen wollen.
0:36:28–0:36:30
Das ist so ein kleiner, schmaler Streifen und der ist mir quasi im Weg.
0:36:31–0:36:34
Also da muss ich ja, wenn ich irgendwas machen möchte, muss ich immer darüber.
0:36:34–0:36:37
Und dann liegen da immer die Bäume, die über den Weg fallen,
0:36:37–0:36:38
die muss ich immer wegmachen.
0:36:38–0:36:40
Oder weiß ich nicht, muss ich davor ja anrufen und fragen, darf ich hier die
0:36:40–0:36:42
Bäume wegmachen? Und das ist nicht viel. So eine Fläche hätte ich gerne.
0:36:43–0:36:44
Und ich wusste aber nicht, wem sie gehört.
0:36:45–0:36:49
Ich hatte den Menschen nur mal getroffen im Wald. Und dann erzählte er mir,
0:36:49–0:36:53
dass er neben diesem einen Vorsitzenden dieser einen Partei wohne.
0:36:54–0:37:01
So, und dann bin ich da hingefahren und habe auf die Briefkastenschilder geschaut,
0:37:01–0:37:03
habe aber den Namen nicht gefunden.
0:37:03–0:37:07
Und dann war ich kurz davor einmal zu klingeln und dachte, das kann ich nicht,
0:37:07–0:37:09
das kriege ich nicht übers Herz.
0:37:09–0:37:13
Dann heißt es noch, ich habe irgendwelche Kontakte zu diesem Menschen. Das will ich nicht.
Gesche
0:37:14–0:37:18
Wie ist das so wenn man also in der Gegend kommt wo es so viele Nazis gibt.
Marcus
0:37:20–0:37:22
Man könnte eine Sekunde…
Gesche
0:37:22–0:37:25
Wie machst du das? Wie kopst du das so? Wie kommst du damit klar?
Marcus
0:37:25–0:37:28
Das ist dann die Sekunde, in der ich es schade finde, dass Deutschland aus der
0:37:28–0:37:31
Braunkohleverstromung aussteigt. Weil das wäre dann vielleicht die Chance zu
0:37:31–0:37:33
sagen, okay, wir baggern das auch noch mit weg.
0:37:34–0:37:36
Aber es kann ja auch keine Lösung sein.
0:37:39–0:37:47
Ja, es ist ja Wahnsinn. Und ich frage mich immer, also wann ist das im Osten geswitcht?
0:37:47–0:37:51
Zwischen, wir sind alles Kommunisten und wir müssen uns verteidigen,
0:37:51–0:37:55
oder Sozialisten und wir müssen uns verteidigen gegen die Faschisten im Westen,
0:37:56–0:38:01
und Völkerfreundschaft und bla bla bla hin zu wir sind selbst die Faschisten.
0:38:03–0:38:03
Also, was…
Gesche
0:38:03–0:38:09
Du, ich bin ja ein Wessi mit sehr wenig Ahnung.
Marcus
0:38:09–0:38:10
Ich finde es faszinierend.
Gesche
0:38:10–0:38:14
Ich maße mir da gar keine Einschätzung oder irgendwas ein.
Marcus
0:38:15–0:38:18
Oder auf der anderen Seite, wie können denn 40 Jahre Propaganda so nach hinten losgehen?
0:38:21–0:38:25
Also viele, die da aufgewachsen sind, ich weiß nicht, ob brainwashed das richtige
0:38:25–0:38:30
Wort ist, aber die ja doch schon in ihrer schulischen Biografie immer quasi
0:38:30–0:38:32
das Gegenteil gelehrt bekommen haben.
0:38:33–0:38:35
Und dann wird sowas ausdehnen.
Gesche
0:38:35–0:38:40
Also ich meine, bei Individuen ist es doch häufiger mal so zu beobachten,
0:38:40–0:38:44
dass die nicht jetzt vielleicht von der,
0:38:44–0:38:49
weiß ich, sag mal SPD zur CDU wechseln, sondern dass es so Wechsel zwischen
0:38:49–0:38:53
den Rändern gibt, also die dann gerne mal eine Zeit lang bei der Linkspartei
0:38:53–0:38:56
sind und dann Nazi oder andersrum.
Marcus
0:38:57–0:38:59
Das stimmt. Ich weiß nicht, das ist jetzt anekdotisch.
Gesche
0:38:59–0:39:01
Weil es sind so Einzelfälle, von denen man hört. Ich weiß nicht, ob das…
Marcus
0:39:02–0:39:04
Manchmal sind sie auch so links, dass sie wieder rechts werden.
0:39:04–0:39:07
Das passiert ja leider auch.
Gesche
0:39:07–0:39:12
Ja, tatsächlich. Da hat sich ja gerade eine neue Partei gefunden.
Marcus
0:39:13–0:39:18
Die wohnt da, glaube ich, übrigens nicht. Die wohnt da mal aus Versehen nicht.
Gesche
0:39:20–0:39:25
Ist die noch mit dem ehemaligen SPD, sind die noch zusammen eigentlich geblieben?
Marcus
0:39:25–0:39:26
Die sind da noch zusammen.
Gesche
0:39:26–0:39:27
Der lebt doch noch. Oh ja, der lebt noch.
Marcus
0:39:28–0:39:28
Ja, ja.
0:39:31–0:39:33
Esse ich jetzt diese Chipsüte alleine auf?
Gesche
0:39:33–0:39:38
Ja, ich werde dir nicht dabei helfen jedenfalls. Lexi auch nicht.
Marcus
0:39:39–0:39:42
Das finde ich… Wir dürfen eine Runde Jackfruit essen.
Gesche
0:39:43–0:39:44
Was ist da noch drin?
0:39:46–0:39:47
Canola Oil.
0:39:53–0:39:59
Processed in a production facility free from the top eight allergens.
0:40:00–0:40:01
Allergina. Keine Ahnung.
0:40:05–0:40:13
Product of Vietnam. Was kommt aus Vietnam? Oh nee, ich weiß nicht.
Marcus
0:40:13–0:40:16
Wir unterstützen Vietnam sehr gerne, glaube ich.
0:40:16–0:40:21
Es ist aus Vietnam in die USA geflogen und von den USA wieder zurück nach Deutschland.
0:40:22–0:40:24
Also nicht zurück nach Deutschland, sondern nach Deutschland geschickt worden. Ja.
Gesche
0:40:25–0:40:29
Ach, diese schöne globalisierte Welt. Das ist ja furchtbar.
Marcus
0:40:31–0:40:34
Vielleicht würde mir so ein Tuber-Schüsselchen jetzt doch gefallen.
0:40:34–0:40:38
Dann kann ich sie in diese Tuber-Schüssel umfüllen und wegstellen.
Gesche
0:40:38–0:40:39
Soll ich das holen?
Marcus
0:40:39–0:40:40
Sonst esse ich sie auf.
Gesche
0:40:40–0:40:41
Ich hole das.
Marcus
0:40:41–0:40:43
Wir können gemeinsam in die Küche gehen.
Gesche
0:40:43–0:40:48
Ja, kann. Also ist egal. Ich weiß auch nicht.
Marcus
0:40:48–0:40:52
Wie sich das im Mikrofon auswirkt, wenn ich hier ganz viel überkaue. Bitte?
0:40:55–0:40:57
Ich kaue so laut.
0:41:01–0:41:03
Will die reichen oder nein?
0:41:05–0:41:08
Das ist ja keine Tupper-Schüssel. Nee, wir haben auch keine Tupper.
Gesche
0:41:08–0:41:11
Wir haben diese Meepal.
Marcus
0:41:11–0:41:14
Die sind super. Die sind auch super. Haben Sie einen Deckel? Ja.
Gesche
0:41:15–0:41:17
Guck mal, wenn man jetzt zum Beispiel mit den Matze wäre, wüsste man,
0:41:17–0:41:20
welche auf die Runde oder die Ecke gemerkt.
Marcus
0:41:20–0:41:22
Nein, auch als Matzelehrer wüsste man das nicht.
0:41:26–0:41:29
Erdbeere, Tomate, Blaubeere. Erdbeeren finde ich ja auch nicht geil. Erdnussbutter.
Gesche
0:41:30–0:41:32
Ich würde mir so ein paar Erdbeeren mitnehmen.
Marcus
0:41:34–0:41:35
Oder? Unbedient.
0:41:43–0:41:49
Was passiert, wenn du die Erdbeeren in den Airdryer legst? In was? In den Airfryer.
0:41:50–0:41:54
Airfryer? Wieso in Fryer und nicht Dryer? Achso, weil der nicht trocknet. Ah, ja.
Gesche
0:41:54–0:41:56
Fryer, also für die Tür.
Marcus
0:41:56–0:41:56
Ja, ja, ja.
Gesche
0:41:57–0:42:01
Ich weiß nicht, sie werden warm. Ich weiß nicht.
Marcus
0:42:01–0:42:01
Und das war’s?
Gesche
0:42:02–0:42:03
Keine Ahnung.
Marcus
0:42:03–0:42:04
Das ist ja langweilig.
Gesche
0:42:04–0:42:06
Möchtest du Erdbeeren airfryen?
Marcus
0:42:07–0:42:07
Ich möchte sie, glaube ich, erst…
Gesche
0:42:07–0:42:09
Es ist dann ja ein Erdbeerfryer.
Marcus
0:42:09–0:42:12
Ja, ich möchte sie, glaube ich, erst doch dryen, so wie Popcorn.
0:42:12–0:42:14
Und dann erwärmen. Und dann gehen sie dann so auf.
0:42:15–0:42:17
Es hat ja eine Dörr-Funktion.
0:42:18–0:42:20
Oh, dauert auch vermutlich. Was ist das?
0:42:21–0:42:23
Dehydrate. Dehydrieren.
Gesche
0:42:23–0:42:24
Ist das Dörren? Wahrscheinlich.
Marcus
0:42:26–0:42:30
Und dann kann man sie poppen? Das wäre witzig.
Gesche
0:42:30–0:42:31
Ich weiß nicht, was ich…
Marcus
0:42:31–0:42:32
Gibt es gepoppte Erdbeeren?
Gesche
0:42:35–0:42:40
Meinst du, dass sie so dann wie deine Dings da wie die…
Marcus
0:42:40–0:42:45
Oh, die sind ja nicht gepoppt, die sind ja nur getrocknet. Wobei, was macht das Öl daran?
Gesche
0:42:45–0:42:46
Das weiß ich nicht.
Marcus
0:42:46–0:42:50
Ich weiß doch auch nicht. Guck mal, das ist ein Hai und der Hai frisst gerade das Schaf.
Gesche
0:42:52–0:42:54
Lexi, was macht sie für Geräusche?
Marcus
0:42:55–0:42:56
Lexi, was machst du?
Gesche
0:42:57–0:43:04
Das Lexi-Update, sie ist immer noch süß. Hallo. Mein Hund ist komisch.
Marcus
0:43:05–0:43:07
Das ist ein Hai.
Gesche
0:43:07–0:43:12
Wir sind überall Haie. Gut. Die Leute hören auch nicht auf, uns Haie zu schicken.
0:43:13–0:43:15
Zumindest haben sie aufgehört, uns Penisse zu schicken.
Marcus
0:43:16–0:43:18
Hast du gerade noch Penis in den Mund genommen?
Gesche
0:43:19–0:43:25
Penis? Was würde ich denn hier in den Mund nehmen? Die Leute haben… Jörn, kennst du Tobi?
Marcus
0:43:25–0:43:26
Nein.
Gesche
0:43:26–0:43:28
Doch, Tobi hat auch mit uns…
Marcus
0:43:28–0:43:33
Doch, kennst du. Ich habe dir vorhin von meinem guten Freund erzählt,
0:43:33–0:43:34
den ich im Krankenhaus besucht habe.
0:43:35–0:43:36
Und du wolltest nicht mehr, wenn er es
0:43:36–0:43:39
war. Und nach 13 Jahren ist es mir eingefallen, dass es ihn gegeben hat.
Gesche
0:43:41–0:43:43
Also du bist dann im Krankenhaus vorbeigefahren?
Marcus
0:43:43–0:43:45
Ja genau, und dann ist mir das wieder eingefallen. Und hier war ich doch mal,
0:43:45–0:43:49
ich habe doch jemanden besucht. Wer war das noch? Und was ist ihm passiert?
Gesche
0:43:50–0:43:51
Mehr Erdbeeren brauchen wir nicht als Nuss, ne?
Marcus
0:43:51–0:43:53
Wann ist der Kontakt abgebrochen?
Gesche
0:43:54–0:43:55
Oder brauchen wir mehr Erdbeeren?
0:43:57–0:43:58
Ach so.
Marcus
0:43:59–0:44:00
Tja, würde das Studiophysik noch geben?
Gesche
0:44:00–0:44:03
Also du wusstest noch, dass du irgendjemanden in dem Krankenhaus besucht hast?
Marcus
0:44:03–0:44:04
Ja, ja, ja, ja, ja.
Gesche
0:44:05–0:44:06
Aber du wusstest nicht mehr, wer er ist.
Marcus
0:44:07–0:44:10
Und ich weiß auch nicht, woher ich ihn kannte, in welcher Beziehung wir zueinander
0:44:10–0:44:14
standen. Ich weiß, dass er eine Freundin hatte. Und ich weiß,
0:44:14–0:44:15
dass ich auch mit ihr befreundet war.
Gesche
0:44:16–0:44:19
Ist das bitter. Ich glaube, diese Dose ist viel zu klein für die ganzen Chips.
Marcus
0:44:19–0:44:19
Ja, dann…
Gesche
0:44:19–0:44:22
Ich mache jetzt diese Dose voll und alle, die da nicht reinpassen.
Marcus
0:44:22–0:44:26
Was du heute noch essen willst. Könntest du eine kleinere Dose besorgen?
0:44:39–0:44:40
Sie riechen doch gar nicht mal so gut.
Gesche
0:44:42–0:44:46
Irgendwie, irgendwie ja, irgendwie gut, also so wie sie schmecken,
0:44:46–0:44:47
irgendwie lecker, aber auch eklig.
0:44:55–0:44:57
Ich setze mich zum kleinen Hund hin.
Marcus
0:45:01–0:45:04
Mal gucken mal, frei von den Top 8 Allergenen.
Gesche
0:45:04–0:45:05
Das habe ich doch gerade eben vorgelesen, Nasi.
Marcus
0:45:06–0:45:10
Hörst du mir überhaupt zu? Hallo, ich habe vergessen, dass ich Freunde hatte.
0:45:10–0:45:11
Ich hatte vergessen, dass ich Freunde hatte.
Gesche
0:45:11–0:45:12
Das war natürlich vor drei Minuten.
Marcus
0:45:12–0:45:14
Weiß ich doch nicht, was du mir gesagt hast.
Gesche
0:45:16–0:45:21
Mein Hund ist so flauschig. Oh Lexi, du bist so flauschig.
Marcus
0:45:22–0:45:24
Nicht in die rechte Sonnenlicht legen.
0:45:27–0:45:27
umgekehrt,
0:45:31–0:45:33
passiert wenn die sonne nicht abbekommen,
0:45:37–0:45:38
aber es.
Gesche
0:45:38–0:45:42
Noch gar keine zeit an die wurst du dir nicht ja ich glaube.
Marcus
0:45:42–0:45:45
Steht drauf bergien,
0:45:47–0:45:53
weiß ich nicht aber in kiel stand so eine erdbeere die erdbeeren verkauft Also
0:45:53–0:45:55
müsste es vielleicht doch auch schon deutsche Erdbeeren geben.
0:45:55–0:45:55
Aber wir haben auch schon Mai.
Gesche
0:45:56–0:45:59
Weißt du, wer auch früher beim Erdbeerstand gearbeitet hat? Meine Schwester?
Marcus
0:45:59–0:46:00
Auch?
Gesche
0:46:00–0:46:04
Aber auch… Wir piepen den Namen weg.
0:46:09–0:46:15
Markus, würdest du diese Podcast-Folge eigentlich wissen? Ich denke nicht. Würdest du sie anhören?
Marcus
0:46:15–0:46:19
Ich denke nicht. Dann höre ich ja all meine Unzulänglichkeiten.
Gesche
0:46:19–0:46:20
Dann ist ja egal, was ich…
Marcus
0:46:21–0:46:24
Sprachfehler, ganze Zeit über der Mund ist voll, schmatzt dabei wahrscheinlich.
Gesche
0:46:25–0:46:27
Bei Unzulänglichkeiten kannst du nicht so gut damit umgehen?
Marcus
0:46:27–0:46:32
Nein, bei Unzulänglichkeiten beim Schmatzen, das klingt ja wahrscheinlich nicht
0:46:32–0:46:34
gut. Ich gurgle mal kurz.
Gesche
0:46:35–0:46:35
Ja, ja, ja.
Marcus
0:46:40–0:46:42
Sollte man übrigens nie im Unterricht machen, wenn man Kaffee trinkt oder so
0:46:42–0:46:47
kurz gurgeln, dann gucken die Kinder ganz schön merkwürdig. Aber es ist witzig, jedes Mal aufs Neue.
Gesche
0:46:47–0:46:50
Okay, noch mehr Dinge, die man nicht im Schulunterricht machen sollte?
Marcus
0:46:53–0:46:56
Hingehen. Lärm studieren.
Gesche
0:46:57–0:47:01
Kleiner Insider-Tipp vom Lehrer. Wenn ihr keinen Stress mit der Schule haben
0:47:01–0:47:02
wollt, einfach nicht hingehen.
0:47:05–0:47:09
Aber es muss so Momente geben, wo du auch gerne Lehrer bist oder nicht.
Marcus
0:47:15–0:47:17
Zum Beispiel, wenn ich in die Notaufnahme fahre, weil ich mir wieder irgendwas
0:47:17–0:47:23
gebrochen habe und ich werde von ehemaligen Schülern behandelt Und ich weiß, okay, gut.
Gesche
0:47:24–0:47:26
Manchmal wird was aus denen auch.
Marcus
0:47:26–0:47:29
Manchmal kann ich mich sogar daran erinnern. An diese Menschen.
0:47:29–0:47:33
Dann überlege ich kurz, wie viele Punkte im Abi, wie viele Punkte. Ah, 15. Gut, gut.
Gesche
0:47:34–0:47:38
Wobei die Punkte zahlen in Religion oder Geschichte jetzt vielleicht nicht so
0:47:38–0:47:41
viel darüber aussagt, ob der ein guter Arzt geworden ist.
Marcus
0:47:41–0:47:43
Kommt drauf an, wie schlecht es mir geht, wenn ich in die Notaufnahme gehe.
0:47:44–0:47:46
Da ist die Redinote manchmal…
Gesche
0:47:48–0:47:49
Ja, verstehe.
Marcus
0:47:54–0:47:56
Ja, es gibt einige Kinder, aus denen wird was.
0:47:59–0:48:03
Glaube ich. Denke ich. Schätze ich. Bin ich mir sicher.
Gesche
0:48:04–0:48:05
Wenn sie dich im Unterricht hatten?
Marcus
0:48:05–0:48:07
Nein, wenn sie mich im Unterricht hatten, dann nicht.
Gesche
0:48:07–0:48:08
Dann haben sie alles verloren.
Marcus
0:48:09–0:48:10
Sonst könnten sie eine Chance haben.
Gesche
0:48:13–0:48:14
Hast du eine Bucketlist?
Marcus
0:48:15–0:48:16
Ja, ne was?
Gesche
0:48:16–0:48:17
Weißt du nicht, was eine Bucketlist ist?
Marcus
0:48:17–0:48:21
Natürlich nicht. Ich kann ja kein Englisch. Ich komme ja aus dem Osten.
Gesche
0:48:23–0:48:29
Kannst du russisch? Nein. Kannst du wirklich russisch? Kannst du russisch?
Marcus
0:48:29–0:48:29
Nein.
Gesche
0:48:31–0:48:36
Warte mal, du bist doch jünger als ich, oder?
Marcus
0:48:36–0:48:36
Ja.
Gesche
0:48:36–0:48:38
Du bist doch nicht in der DDR zur Schule gegangen.
Marcus
0:48:38–0:48:42
Nein. Und trotzdem habe ich mit Handgranaten geworfen. Was hast du gemacht?
0:48:42–0:48:44
Das ist ja so ein Gedankenfehler der Westdeutschen.
0:48:45–0:48:49
Die denken, 1990 war die Wende und dann war im Osten alles wie im Westen.
Gesche
0:48:49–0:48:51
Er war nicht, weil er ja nicht auf einmal Englischlehrer hatte.
Marcus
0:48:52–0:48:52
Ja, eben.
Gesche
0:48:54–0:48:56
Das, was ich meine, ich bin ein dummer Wessi, ich habe keine Ahnung.
Marcus
0:48:57–0:49:00
Das heißt, also die Schulen wurden ja auch nicht neu ausgestattet,
0:49:00–0:49:02
nur weil jetzt plötzlich ein anderes Staatssystem da war.
Gesche
0:49:02–0:49:04
Also hattest du russisch Unterricht in der Schule?
Marcus
0:49:04–0:49:07
Nein, weil das hat keiner bei uns angewählt oder weniger.
0:49:08–0:49:11
Also diese Handgranaten tatsächlich, also die Schulen kamen natürlich nicht
0:49:11–0:49:14
auf die Idee, jetzt irgendwie für einen Schlagball andere Sachen anzuschaffen.
0:49:14–0:49:17
Weil man hat ja jetzt 40 Jahre lang in diesen sowjetischen rot lackierten Handgranaten
0:49:17–0:49:20
geworfen. Warum sollte man das nicht mehr machen?
Gesche
0:49:20–0:49:21
Was denn für Handgranaten?
Marcus
0:49:21–0:49:23
Sowjetische rote, lackierte Handgranaten, habe ich ja nicht gerade gesagt.
Gesche
0:49:24–0:49:25
Also echte Handgranaten?
Marcus
0:49:25–0:49:29
Nein, also keine scharfen, sondern mit Sand gefüllt. Und dann haben wir halt
0:49:29–0:49:33
mit diesen Dingen Schlagball gemacht. Schlagball? Heißt das nicht Schlagball?
Gesche
0:49:33–0:49:33
Ja, wahrscheinlich.
Marcus
0:49:34–0:49:36
Ja, also man nimmt und schlägt und haut die Dinge. Schlagball,
0:49:36–0:49:40
nicht Schlagball, kann was völlig anderes sein. Genommen und geworfen.
Gesche
0:49:40–0:49:41
So wie Kugelstoßen?
Marcus
0:49:43–0:49:44
Ich habe keine Ahnung.
Gesche
0:49:44–0:49:45
Eine Google-Taste dreht man sich vor.
Marcus
0:49:45–0:49:50
Ja, man nimmt die Dinge und läuft und dann bleibt man stehen und wirft sie und
0:49:50–0:49:50
versucht, so weit zu kommen.
0:49:51–0:49:54
Und bei meinem Klassenlehrer, der war auch mal Sportlehrer, irgendwann durfte
0:49:54–0:49:56
ich nicht mehr, weil er meinte, dass ich würde für den Feind arbeiten.
0:49:57–0:49:58
Für den Feind? Ja, weil ich habe
0:49:58–0:50:01
die Dinge halt entweder mir auf die Füße geworfen oder halt nach hinten.
0:50:04–0:50:08
Ich bin ja auch nicht so sportlich und deswegen durfte ich dann irgendwann keine
0:50:08–0:50:12
Handgranaten mehr werfen. und sowas halt auch mit dem Englischunterricht.
0:50:12–0:50:15
Wir hatten natürlich keine Englischlehrer, wo sollen die auch herkommen?
0:50:15–0:50:19
Und ich weiß, dass die Englischlehrerin, als wir dann in der fünften Klasse
0:50:19–0:50:23
mit Englisch angefangen haben, die hat zeitgleich mit uns Englisch gelernt.
Gesche
0:50:23–0:50:23
Geil.
Marcus
0:50:24–0:50:26
Das heißt, als ich dann irgendwann an das Gymnasium gewechselt habe,
0:50:27–0:50:30
wo dann tatsächlich auch schon DDR-studierte Englischlehrer waren,
0:50:30–0:50:34
habe ich festgestellt oder hat man uns dann gesagt, dass man die Wörter nicht
0:50:34–0:50:37
so ausspricht, wie sie dastehen.
0:50:38–0:50:40
Weil auch unsere Englischlehrerin hatte ja keinen Englischunterricht,
0:50:40–0:50:44
sondern hat halt mit den Büchern mit uns zusammen Englisch gelernt.
Gesche
0:50:45–0:50:46
Du hast ja kein YouTube oder so.
Marcus
0:50:46–0:50:49
Eben. Das war schon faszinierend.
Gesche
0:50:52–0:50:57
Also hat sie wirklich so Hello How are you,
0:50:59–0:51:04
geredet? Ja. Okay, das ist crazy.
Marcus
0:51:06–0:51:11
Und Und do war immer do. You have to do something.
Gesche
0:51:13–0:51:15
Ja. Oh no, krass.
Marcus
0:51:15–0:51:18
So war das. Oder vielleicht war mein Englisch auch einfach nur so schlecht,
0:51:18–0:51:22
dass ich das so gemacht habe. Und das jetzt behaupte, dass sie das so ausgesprochen hat.
Gesche
0:51:24–0:51:26
Wird es denn so gewesen sein?
Marcus
0:51:26–0:51:29
Das kann schon. Also in dem Fall war das so. Und ich glaube,
0:51:29–0:51:32
das war bei uns grundsätzlich so, dass wir, ich glaube, wir hatten keine studierten Englischlehrer.
0:51:33–0:51:36
Das waren alles irgendwelche Leute, die sich das selber beigebracht haben.
Gesche
0:51:37–0:51:41
Also du könntest quasi heute besseren Englischunterricht geben als die?
Marcus
0:51:42–0:51:46
Nein. Nein, ich habe es nach der 10. dann Gott sei Dank abgewählt,
0:51:46–0:51:49
hatte auch immer eine 5. Also als ich dann auf das Grunde genommen gewechselt bin.
Gesche
0:51:50–0:51:52
Englisch war das einzige Fach, in dem ich gut war in der Schule.
Marcus
0:51:53–0:51:59
Das habe ich bis heute nicht. Latein. Ich habe dann ganz schnell Latein gewählt, als das ging.
0:52:00–0:52:04
Und für Französisch hatten wir eine Lehrerin aus Hannover, die irgendwann mal
0:52:04–0:52:06
in den Osten gekommen ist, weil es im Westen keine Stellen gab.
0:52:07–0:52:11
Und dann hatte ich Französisch und Latein und das ging beides.
0:52:11–0:52:12
Das ging beides sehr gut.
Gesche
0:52:12–0:52:13
Und du sprachst Französisch?
Marcus
0:52:14–0:52:19
Alles vergessen. Man glaubt es ja kaum, aber ich habe das ja in Kiel auch studiert,
0:52:19–0:52:20
angefangen, Französisch.
Gesche
0:52:20–0:52:21
Du hast Französisch studiert?
Marcus
0:52:21–0:52:22
Ich habe hier, ja.
Gesche
0:52:23–0:52:26
Ach Quatsch. Wie lange hast du das gemacht?
Marcus
0:52:26–0:52:27
Ich glaube drei Semester.
Gesche
0:52:28–0:52:32
Du hast drei Semester gebraucht, um zu merken, dass du eigentlich gar kein Französisch kannst?
Marcus
0:52:32–0:52:34
Nee, da konnte ich noch Französisch.
Gesche
0:52:34–0:52:35
Tatsächlich? Ja.
Marcus
0:52:37–0:52:38
Aber seit ich zum Spannenden…
Gesche
0:52:38–0:52:39
Warum hast du das aufgehört dann?
Marcus
0:52:40–0:52:44
Weil ich Redi irgendwie spannender fand und…
Gesche
0:52:44–0:52:45
Ah, sonst hätten wir uns auch nicht kennengelernt.
Marcus
0:52:45–0:52:51
Und Geschichte gab es ja quasi bei Redi kostenlos dazu. Durch die ganzen Kirchengeschichtssachen.
0:52:51–0:52:55
Und ich war dann ja auch Hiwi und dann konnte ich, alter Fuchs,
0:52:55–0:52:59
mir ja die ganzen Kirchengeschichtsscheine bei den profanen Historikern anerkennen lassen.
Gesche
0:52:59–0:53:02
Du hast eigentlich gar nicht bei den Geschichtsleuten studiert.
Marcus
0:53:02–0:53:03
Ich glaube ja nicht an Geschichte.
Gesche
0:53:04–0:53:07
Aber Geschichte glaubt an dich. Das ist nicht korrekt.
0:53:08–0:53:14
Hast du eine Lieblingsepoche der Geschichte, über die du gerne reden möchtest?
Marcus
0:53:17–0:53:21
Ich habe gehört, die Steinzeit soll sehr friedlich gewesen sein.
Gesche
0:53:22–0:53:29
Die war friedlich, wieso war die Steinzeit friedlicher als zum Beispiel,
0:53:30–0:53:32
ich meine, haben sie sich nicht die ganze Zeit die Köpfe eingehauen?
Marcus
0:53:32–0:53:34
Sie haben sich nicht die ganze Zeit, nein, das haben sie nicht.
0:53:35–0:53:40
Normalisierende Gruppen laufen von A nach B und keine Sau ist so bekloppt und
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wenn sie sich mit den anderen streiten, dass sie ihnen hinterherrennen,
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um ihnen auf die Nase zu hauen.
0:53:43–0:53:47
Das war, ich glaube, es war eine sehr friedliche Zeit. Man geht sich aus dem
0:53:47–0:53:50
Weg. Man trifft sich, wenn man Frauen mal austauschen möchte.
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Und ich glaube, viel mehr Spannendes passiert da nicht.
Gesche
0:53:54–0:53:55
Frauen austauschen.
Marcus
0:53:57–0:54:02
Ja, sonst kommt es ja zum Inzest, wenn relativ kleine Gruppen durch die Gegend laufen.
Gesche
0:54:02–0:54:04
Also du meinst, eigentlich war es auch in der Steinzeit schon so,
0:54:04–0:54:05
dass es wahrscheinlich für die
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Männer sehr friedlich war und die Frauen waren eher so eine Art Besitz.
0:54:09–0:54:11
Waren Frauen gleichberechtigt in der Steinzeit?
Marcus
0:54:12–0:54:17
Ich glaube, stärker, als man das annimmt. Und ich glaube, dass es nicht diese
0:54:17–0:54:22
strikte Trennung gab zwischen Männer gehen jagen und Frauen sammeln irgendwas,
0:54:23–0:54:25
sondern dass man das schon gemeinsam gemacht hat.
0:54:28–0:54:32
Ich glaube, dass Menschen in der Steinzeit auch älter wurden,
0:54:33–0:54:36
als das in der späteren Epoche der Fall war.
Gesche
0:54:37–0:54:43
Ich dachte, die wurden vielleicht nur so 30 oder so. Früher? Damals?
Marcus
0:54:44–0:54:48
Damals? Ich weiß es nicht. Ich habe ja keine Ahnung von Geschichte,
0:54:48–0:54:48
ich habe es ja nicht studiert.
0:54:49–0:54:52
Aber sowas kommt im Studium auch nicht dran, weil beim Geschichtsstudium studiert
0:54:52–0:54:55
man ja nur Sachen, die durch Quellen belegbar sind.
0:54:57–0:55:03
Also alles, worüber es keine Schriftquellen gibt, das gehört nicht zur Geschichte.
Gesche
0:55:03–0:55:04
Das gehört zur Archäologie.
Marcus
0:55:06–0:55:07
Prähistorik, Archäologie, ja.
Gesche
0:55:09–0:55:13
Also der Punkt mit dem, ob sie sich die Köpfe eingehauen haben oder nicht,
0:55:13–0:55:17
um das jetzt vielleicht nochmal zu sagen, Wir hatten gestern Abend drüber geredet,
0:55:17–0:55:19
da lief aber blöderweise das Mikro nicht mit.
0:55:20–0:55:23
Und die Frage, also wie kamen wir da drauf?
0:55:23–0:55:28
Die Frage war, ob die Menschheit insgesamt empathischer wird oder besser wird.
Marcus
0:55:28–0:55:29
Hattest du…
Gesche
0:55:29–0:55:30
Ob es einen Fortschritt gibt.
Marcus
0:55:31–0:55:31
…unterstellt, ja.
Gesche
0:55:32–0:55:39
Ja, es ist ja eine These, die es gibt, dass die Menschen an sich im Fortschreiten der Zeit…
Marcus
0:55:39–0:55:44
Und ich glaube ja, die Apokalypse ist ganz nah. Ich glaube, dass immer alles schlimmer wird.
Gesche
0:55:44–0:55:47
Auf jeden Fall hast du dann gesagt, dass es mit der Gewalt losging,
0:55:48–0:55:49
als Menschen sesshaft wurden.
Marcus
0:55:49–0:55:52
Also in der Erinnerungszeit. Dann brauchen sie auch plötzlich Waffen,
0:55:52–0:55:57
dann verwenden sie Waffen, dann hauen sie sich gegenseitig im großen Stil die Schädel ein.
Gesche
0:55:58–0:56:02
Also müssten wir einfach nur unsere Häuser abreißen und wieder normalisch leben.
Marcus
0:56:06–0:56:07
Wolltest du nicht mal in die Mongolei fahren?
Gesche
0:56:09–0:56:12
Ja. Du warst ja in der Mongolei.
Marcus
0:56:12–0:56:16
Ich war ja in der Mongolei. Und da nomadisiert man ja auch durch die Gegend.
Gesche
0:56:16–0:56:18
Und? Friedliche Grundstimmung?
Marcus
0:56:20–0:56:21
Die saufen viel.
Gesche
0:56:21–0:56:23
Ja, ist das so?
Marcus
0:56:23–0:56:27
Die saufen dieses Ring, ich weiß nicht mehr, wie es heißt, vergorene Stutenmilch.
0:56:27–0:56:30
Also das ist wirklich erbärmlich.
0:56:30–0:56:33
Es ist schlimmer als es ist. Es ist deutlich schlimmer.
Gesche
0:56:34–0:56:35
Das ist deren Schnaps quasi.
Marcus
0:56:36–0:56:38
Das ist ganz, ganz schlimm, das Zeug.
Gesche
0:56:38–0:56:43
Aber du warst in der Mongolei mit einer jemanden Schülerin zusammen?
Marcus
0:56:44–0:56:48
Mitschülerin von mir. Nicht mit einer Schülerin von mir, sondern mit einer Mitschülerin.
Gesche
0:56:48–0:56:56
Mitschülerin, also aus deiner Schulzeit zusammen. Und dann seid ihr da hingeflogen.
0:56:56–0:56:58
Sie hat ihre Familie da gesucht.
Marcus
0:56:58–0:57:05
Ja genau, die Mutter hat damals das das SOS-Kinderdorf in Ulaanbaatar geleitet.
0:57:05–0:57:10
Und die haben wir besucht. Und der Rest der Familie war halt normalisierend und irgendwo.
0:57:10–0:57:14
Und das war ganz spannend, weil wir uns dann ein Auto, ich glaube geliehen haben,
0:57:14–0:57:18
ich weiß es nicht mehr, so einen kleinen Bus und dann halt durch die Mongolei
0:57:18–0:57:21
gefahren sind und versucht haben herauszubekommen, wo die Verwandten gerade sind.
0:57:22–0:57:26
Man muss sich dann immer so durchfragen. Ja, dem Fluss, da waren sie vor zwei Monaten.
0:57:26–0:57:29
Und dann fährt man diesen Fluss lang und dann wartet man, bis man die nächsten
0:57:29–0:57:31
Leute trifft, die sich ja auch immer bewegen.
Gesche
0:57:31–0:57:35
Habt ihr zwischendurch dann bei Leuten geschlafen oder so? Oder habt ihr im Auto geschlafen?
Marcus
0:57:35–0:57:42
Wir hatten normale Zelte mit und haben dann immer in der Nähe von irgendwelchen Jurten geschlafen.
0:57:42–0:57:47
Und zwischendurch haben wir uns dann Schafe gekauft.
Gesche
0:57:49–0:57:50
Ihr habt euch Schafe gekauft?
Marcus
0:57:50–0:57:51
Ja.
0:57:53–0:57:56
Und die wurden dann geschlachtet und ans Auto gehängt. Und dann gab es am ersten
0:57:56–0:57:58
Tag immer eine Innereinsuppe.
Gesche
0:57:58–0:58:03
Ich muss doch mal dazu sagen, dass Markus auch eigentlich Vegetarier ist.
Marcus
0:58:03–0:58:06
Auch da schon. Und das auch da durchgezogen hat.
Gesche
0:58:07–0:58:11
Du hast da nicht, also ich dachte, du hast da dann davon gegessen.
Marcus
0:58:11–0:58:14
Nee, ich hab dann da so lange nichts gegessen, bis ich dann irgendwann im Krankenhaus war.
Gesche
0:58:15–0:58:15
Ach, tatsächlich?
Marcus
0:58:15–0:58:16
Ja.
Gesche
0:58:16–0:58:19
Den Teil der Geschichte kannte ich noch nicht. Also, warte mal,
0:58:19–0:58:22
ihr habt euch Schafe gekauft? Ja. Von irgendwelchen Leuten?
Marcus
0:58:22–0:58:22
Genau.
Gesche
0:58:23–0:58:24
Und die dann woanders habt ihr die schlachten lassen?
Marcus
0:58:25–0:58:27
Nee, die haben, die haben, das haben dann meistens die Leute,
0:58:27–0:58:28
von denen wir sie gekauft haben.
0:58:29–0:58:33
Einmal mit dem Messer, Kehle durch und das ist alles nicht so hygienisch da,
0:58:33–0:58:34
aber das ist ja auch egal.
0:58:35–0:58:38
Und da wäre natürlich jetzt die spannende Frage, wie friedlich leben die denn?
Gesche
0:58:39–0:58:42
Ja, ich komme gerade noch nicht ganz über die Schafe hinweg,
0:58:42–0:58:43
aber die waren tot am Ende.
0:58:45–0:58:48
Aber das habt ihr gemacht, weil es sonst auch nichts zu essen gab?
0:58:49–0:58:55
Oder war das einfach so ein Respekt quasi, wenn man da längs fährt, dann kauft man da was.
Marcus
0:58:55–0:58:56
Interessierst du dich für Religion?
Gesche
0:58:56–0:58:57
Bisschen.
Marcus
0:58:58–0:59:04
Die Tibeter gehören zum tibetischen Lamaismus und nehmen das…
0:59:05–0:59:10
nach, oh Gott, damals ja schon nach 100 Jahren Kommunismus, immer noch relativ streng.
0:59:11–0:59:14
Jetzt eine Geschichte in der Geschichte in der Geschichte. Mein,
0:59:14–0:59:17
keine Ahnung, Großonkel oder sowas, der war von der DDR entsandt,
0:59:17–0:59:20
um Landwirtschaft in der Mongolei aufzubauen.
0:59:21–0:59:24
Und ist dann nach einem halben Jahr weg, weil hat nicht funktioniert.
0:59:25–0:59:29
Die Buddhisten sind so buddhistisch oder kulturell ist es so bei denen drin,
0:59:29–0:59:32
dass sie sagen, wir dürfen die heilige Erde nicht aufreißen.
0:59:33–0:59:37
Jetzt könnte man buddhistisch sagen, weil da Regenwürmer drin sind,
0:59:37–0:59:40
weil man da Leben zerstört, weil Mutter Erde, keine Ahnung, irgendwas.
0:59:40–0:59:43
Aber tatsächlich benutzen sie die Erde nicht.
0:59:43–0:59:46
Sie pflanzen nichts in die Erde rein, weil man die Erde nicht,
0:59:46–0:59:48
die ist heilig. Das darfst du nicht machen.
Gesche
0:59:48–0:59:50
Das heißt, sie essen nur Fleisch?
Marcus
0:59:50–0:59:55
Sie essen nur, was oben drauf rumrennt. Und das sind Ziegen,
0:59:55–0:59:59
Schafe, ein paar Kamele. Ob sie Pferde essen, weiß ich nicht.
1:00:00–1:00:01
Genau, also sie essen quasi…
Gesche
1:00:02–1:00:03
Sie sind Carnivoren quasi?
Marcus
1:00:03–1:00:07
Ja, also Zwiebeln, das war okay, ich weiß nicht, wo sie die her hatten,
1:00:07–1:00:14
aber Getreide oder sowas, wo man tatsächlich pflügen müsste oder sowas, das machen sie nicht.
1:00:16–1:00:23
Und deswegen gab es dann halt Schafsuppe mit Schafsfleisch und Schaf und ein
1:00:23–1:00:25
paar Zwiebeln dran. Aber ich glaube, Zwiebeln waren das einzige.
Gesche
1:00:25–1:00:30
Du hast dann immer versucht, dir so eine halbe Zwiebel rauszuziehen aus der Suppe?
Marcus
1:00:30–1:00:35
Ja, ja, ja, genau. Und das hat die ersten paar Wochen gut funktioniert und dann aber irgendwann…
1:00:38–1:00:39
Irgendwann war dann…
Gesche
1:00:40–1:00:42
Wie lange wart ihr denn unterwegs da?
Marcus
1:00:42–1:00:45
Das weiß ich nicht. Also ich glaube, gereist sind wir… Das waren zwei Wochen,
1:00:46–1:00:48
dass wir da unterwegs waren, bis wir alle gefunden haben.
Gesche
1:00:48–1:00:50
Und ihr habt ihre Familie dann auch gefunden?
Marcus
1:00:52–1:00:55
Wir… Wir waren irgendwann wieder zurück und ich denke, dass es recht erfolgreich
1:00:55–1:00:59
war. Gott, mein Gedächtnis ist ja wirklich furchtbar.
1:01:00–1:01:03
Ja, genau. Und das wäre jetzt natürlich spannend herauszukriegen,
1:01:03–1:01:09
inwiefern es denn da Konflikte zwischen denen, wobei das natürlich keine normalisierenden
1:01:09–1:01:13
Stämme sind, die sich gegenseitig bekriegen könnten, sondern ja eher Familien.
1:01:14–1:01:16
Und ich glaube, dass das relativ in Summe…
Gesche
1:01:16–1:01:20
Aber sind Familien nicht quasi der Ursprung von Stämmen?
Marcus
1:01:24–1:01:25
Ja.
Gesche
1:01:25–1:01:29
Wo ist denn der Übergang von der Familie und dem Stamm bei Nomaden?
Marcus
1:01:29–1:01:33
Ja, Stamm könnten größere Gruppen sein und bei Familien würde ich sagen,
1:01:34–1:01:39
also vielleicht sind diese Familien durch Verwandtschaft etwas näher als, nee, stimmt auch nicht.
1:01:40–1:01:43
Das stimmt auch nicht. Ich weiß es nicht. Stämme ist was Größeres als Familien.
Gesche
1:01:44–1:01:46
Wir könnten es jetzt googeln, dafür müssten wir aufstehen.
Marcus
1:01:46–1:01:47
Das wollen wir nicht. Bitte, nein.
Gesche
1:01:48–1:01:49
Das wollen wir nicht.
Marcus
1:01:49–1:01:49
Sowas machen wir nicht.
1:01:52–1:01:57
Also ich glaube nicht, dass das ein, ich weiß ja nicht, gibt es Nachbarschaftsstreite bei Nomaden?
1:01:59–1:02:02
Du hast hier aber schon deine, dein Vieh weiden lassen.
Gesche
1:02:02–1:02:04
Gibt es einen Massendrahtzaun und Knallhäuptenstrauch bei denen,
1:02:04–1:02:06
die haben schon mal einen Vorteil.
Marcus
1:02:06–1:02:10
Ja, und wenn da irgendjemand ist, der gerade sein Vieh dort weiden lässt in
1:02:10–1:02:12
dem Tal, dann gehst du halt ins nächste.
1:02:14–1:02:16
Dann stelle ich mir das so romantisch vor.
Gesche
1:02:18–1:02:22
Ja, weil es liegt vielleicht dann nicht eben an der Frage Nomade oder Nicht-Nomade,
1:02:22–1:02:26
sondern sondern an der Frage, hat jemand Angst, nicht genug zu bekommen?
Marcus
1:02:27–1:02:29
Haben wir darüber gesprochen, dass wir gestern darüber gesprochen haben,
1:02:29–1:02:35
dass wir glauben, dass unser Fazit gestern war, dass Eigentum eventuell der
1:02:35–1:02:37
Grund sein könnte, weswegen die Wahl zugenommen hat.
Gesche
1:02:37–1:02:39
Wenn du aufhörst, um herumzuziehen.
Marcus
1:02:40–1:02:41
Ja, das ist meins.
Gesche
1:02:42–1:02:45
Genau, dann ist es okay, das ist hier meins. Aber es könnte sich dann ja auch
1:02:45–1:02:48
herausstellen, dass deins auf einmal weniger gut ist.
Marcus
1:02:48–1:02:49
Das ist so, ja.
Gesche
1:02:49–1:02:53
Weil der Fluss, der da längs fließt, versiegt.
1:02:53–1:02:59
Oder bei dir jetzt gerade die, weiß ich nicht, irgendeine Ungezieferplage ist oder so.
1:02:59–1:03:03
Und dann kannst du nicht mehr einfach weiterziehen, weil das dann da auch irgendjemandem gehört.
1:03:03–1:03:07
Also die Angst, zu kurz zu kommen. Und auch wenn du umherziehst,
1:03:07–1:03:12
kannst du wahrscheinlich ja gar nicht so viel anhäufen, weil du musst das ja mit dir herumtragen.
1:03:12–1:03:15
Du kommst gar nicht zusammen immer mehr und mehr und mehr.
1:03:15–1:03:18
Das ist wirklich nur das, was du brauchst.
Marcus
1:03:20–1:03:24
Aber Abraham und Hiob, die haben halt versucht, möglichst viel Tiere dann anzuhäufen.
1:03:26–1:03:32
Also daran kannst du wachsen. Aber du kannst nicht an materiellen Sachen wachsen. Das ist irgendwann.
Gesche
1:03:33–1:03:36
Ja, und selbst das hat ja irgendwo Grenzen wahrscheinlich. So eine Herde,
1:03:36–1:03:39
die musst du ja auch bewachen können und so.
Marcus
1:03:41–1:03:45
Ja, genau. Ich muss dafür sorgen können, dass mein Besitz mein Besitz bleibt.
Gesche
1:03:46–1:03:46
Genau.
Marcus
1:03:48–1:03:51
Wenn dann hier irgendjemand kommt und mir nachts heimlich irgendwelche Tiere
1:03:51–1:03:54
klaut. Deswegen haben wir ja dafür bezahlt.
1:03:56–1:03:56
Ciao.
1:04:02–1:04:03
Das hätte ich gerne ein Schaf.
Gesche
1:04:04–1:04:06
Um es zu essen oder um es zu beschützen?
Marcus
1:04:06–1:04:08
Um es natürlich zu streicheln.
Gesche
1:04:08–1:04:12
Ich habe ja jetzt gestern mit einer sehr freundlichen Person von Rettet das
1:04:12–1:04:16
Huhn telefoniert, sodass wir bald wahrscheinlich endlich unsere Hühner haben.
1:04:17–1:04:21
Es ist sehr kompliziert, einfach irgendwie drei Hühner zu adoptieren,
1:04:21–1:04:24
offensichtlich. Es ist komplizierter, als ich gedacht hätte.
Marcus
1:04:25–1:04:26
Ich glaube nicht an Hühner.
Gesche
1:04:26–1:04:30
Aber Hühner, glauben wir nicht. Ich finde die super.
1:04:31–1:04:34
Ich freue mich schon drauf. Und dieser Stall, den wir eigentlich haben wollten,
1:04:34–1:04:40
sagte sie uns jetzt, dass der für die Hühner aus der Rettungsbrücke oft nicht so geeignet ist.
1:04:41–1:04:44
Weil also bei Rettetes Huhn, die haben diese großen Ausstallungen,
1:04:44–1:04:46
wo sie dann hunderte, tausende Tiere rausholen.
1:04:47–1:04:50
Und sie haben aber auch speziell hier in Schleswig-Holstein diese Rettungsbrücke,
1:04:50–1:04:55
wo sie halt von einzelnen Höfen zwischendurch Hühner rausholen.
1:04:55–1:04:57
Alles, was Rettetes Huhn, was dieser Verein macht, ist legal.
1:04:58–1:05:01
Die sind jetzt nicht, dass sie nachts in Ställe einbrechen und da die Hühner
1:05:01–1:05:05
rausholen. Und das ist alles immer in Absprache mit den Besitzern.
1:05:05–1:05:11
Und bei dieser Rettungsbrücke ist es halt so, dass die da mehrere Hühnerhalter,
1:05:11–1:05:15
Landwirte haben, mit denen sie zusammenarbeiten, wo sie zwischendurch mal rein
1:05:15–1:05:19
dürfen und besonders stark verletzte, kranke Tiere rausholen dürfen.
1:05:20–1:05:23
Also so ein Huhn, das vielleicht schon so ein gebrochenes Bein hat oder so,
1:05:23–1:05:27
wo irgendwie abzusehen ist, wenn das da noch länger drinbleiben würde,
1:05:27–1:05:30
wird es wahrscheinlich eh nicht überleben, weil es schon so geschwächt ist.
1:05:30–1:05:33
und dann wird es schon zertrampelt werden oder was auch immer.
1:05:34–1:05:38
Das heißt, die kommen dann raus, die kommen auf Pflegestellen und die sind halt
1:05:38–1:05:44
oft dann so ein bisschen rumpelhinchenmäßig und so und die brauchen halt einen
1:05:44–1:05:48
anderen Stall als den, den wir eigentlich uns holen wollten, diesen Cube.
1:05:49–1:05:52
Die können zum Teil auch dann nicht mehr auf Stangen sitzen.
1:05:52–1:05:55
Hühner sind ja eigentlich, sitzen die auf so Stangen, aber die können das zum
1:05:55–1:05:59
Beispiel zum Teil nicht mehr, weil die kleinen Füßchen schon zu doll verletzt sind.
1:06:00–1:06:02
Genau, deswegen ist jetzt die Frage…
1:06:03–1:06:09
Klaren wir doch nochmal um mit einem anderen Stall. Oder warten wir bis Juli,
1:06:09–1:06:14
bis die nächste Ausstellung ist, wo dann auch andere Hühner wieder dabei sind.
Marcus
1:06:15–1:06:17
Hühner sind ja auch schlechte Menschen.
Gesche
1:06:17–1:06:18
Hühner sind schlechte Menschen?
Marcus
1:06:19–1:06:22
Ja, durchaus, durchaus. Also wir hatten immer wieder mal tote Hühner,
1:06:22–1:06:27
weil sie von ihren Mithühnerinnen totgepickt wurden. Das machen Hühner schon gern.
1:06:29–1:06:30
Nicht so ein netter Charakterzug.
Gesche
1:06:31–1:06:34
Ja, aber ich glaube auch, dass die das nur dann machen können,
1:06:34–1:06:37
wenn sie halt sich nicht gut genug aus dem Weg gehen können.
Marcus
1:06:39–1:06:40
Weiß ich nicht.
Gesche
1:06:40–1:06:45
Wenn die genug Platz haben und Versteckmöglichkeiten, dann, das ist ja der Punkt,
1:06:45–1:06:48
dann sollen ja, die machen ja ihre Rangordnung quasi aus.
1:06:49–1:06:51
Ihre Hackordnung. Ihre Hackordnung, genau.
1:06:52–1:06:56
Und ich glaube, dass es einfach dann wichtig ist, dass sie Platz haben und die
1:06:56–1:07:01
rangniedrigeren Tiere sich irgendwo verstecken können, zurückziehen können.
Marcus
1:07:01–1:07:03
Muss man denn deswegen jemanden totpicken?
Gesche
1:07:05–1:07:08
Naja, ich glaube halt, wenn die sich verstecken können, dass die es normalerweise nicht machen.
1:07:09–1:07:12
Vielleicht waren die dann, konnten die so viel rum, das war bei euch zu Hause
1:07:12–1:07:16
früher, oder konnten die denn überall rumlaufen oder waren die einfach zusammen in der Hege?
Marcus
1:07:16–1:07:19
Tagsüber sind sie natürlich überall rumgelaufen, aber abends kamen sie dann
1:07:19–1:07:20
in den Stall oder sind freiwillig in den Stall gegangen.
1:07:21–1:07:24
Aber ich glaube auch, wenn sie draußen waren und viel Platz hatten,
1:07:24–1:07:29
dass das böse Hühner auch gegen schwächere Hühner, also hinter schwächeren Hühner
1:07:29–1:07:29
hinterhergelaufen sind.
Gesche
1:07:29–1:07:31
Aber richtig, die so richtig wieder kamen.
Marcus
1:07:31–1:07:32
Ja, ja, ja, so Mobbing-mäßig.
Gesche
1:07:32–1:07:39
Ah ja. Na, ich hoffe, das passiert bei uns nicht. Wir wollen ja nur eine mini-mini-Hühnerschar. Scharwitzig.
Marcus
1:07:40–1:07:41
Wer isst dann die Eier?
Gesche
1:07:43–1:07:47
Müssen wir mal gucken. Also es gibt doch Leute, Veganer zum Beispiel,
1:07:47–1:07:51
die sagen, auch wenn man Hühner rettet, dass man denen die Eier zurückfüttern
1:07:51–1:07:52
kann. Also du kannst denen auch die Eier zurückfüttern.
Marcus
1:07:52–1:07:54
Das ist aber eine Form von Kannibalismus, muss, oder?
Gesche
1:07:55–1:07:58
Nee, ich glaube, das ist tatsächlich ganz gut, gerade für diese Legehybriden.
Marcus
1:07:59–1:08:00
Aber dann isst du ja deine Kinder.
Gesche
1:08:00–1:08:02
Nee, sind sie nicht. Wir haben ja kein Haar.
1:08:04–1:08:08
Wir haben keinen Haar, da ist gar nichts los. Du isst eher quasi deine Menstruation.
1:08:10–1:08:13
Also wenn du schon so vergleichen willst, das ist ja eher die Menstruation.
Marcus
1:08:14–1:08:18
Ich hatte bei Radio Wissen einen Podcast über Kannibalismus gehört.
1:08:18–1:08:21
Und das kommt auch häufiger vor, als man denkt.
Gesche
1:08:22–1:08:23
Unter Menschen?
Marcus
1:08:23–1:08:29
Ja. Also dass man irgendwelche Sachen fand, dass man… Ich habe ja keine Ahnung.
1:08:30–1:08:34
Aber das ist doch nicht Kannibalismus. Naja, aber das ist schon so.
1:08:34–1:08:38
man isst irgendwelche Menschensachen. Ich möchte das nicht.
1:08:39–1:08:44
Ich möchte das einfach nicht. Und ich möchte auch nicht, dass Hühner ihre eigenen Eier essen.
1:08:44–1:08:48
Ja, also wir haben früher immer die Eierschalen den Hühnern gefüttert.
Gesche
1:08:49–1:08:50
Wegen dem Kalk oder was?
Marcus
1:08:50–1:08:53
Ja, genau. Aber dann hat irgendjemand gehört, dass das nicht so gut sei,
1:08:53–1:08:56
weil sie dann anfangen würden, dann würden sie wohl auf Eierschalen plötzlich
1:08:56–1:09:00
stehen und würden dann gleich ihre eigenen Eier, diese Lehen, picken.
Gesche
1:09:01–1:09:05
Also wie gesagt, sagt, ich bin da noch keine Expertin, ich fange es an.
1:09:06–1:09:07
Ich werde bald eine Expertin sein.
1:09:09–1:09:11
Wahrscheinlich gibt es auch andere Meinungen zu, aber es gibt auch Leute,
1:09:11–1:09:14
die sagen, es ist gut, wenn man denen ihre Eier zurückfüttert.
Marcus
1:09:14–1:09:19
Wenn im Nest Eier kaputt gehen, fressen sie die tatsächlich auch sofort auf. Das geht ganz schnell.
Gesche
1:09:23–1:09:28
Mal gucken, aber grundsätzlich ist unser Gedanke auch, Leute hier in Riesebühn
1:09:28–1:09:32
mit den Eiern zu versorgen, also ich meine, die Massen werden wir da nicht haben.
1:09:32–1:09:35
Und zwar die Leute, die wir auch bitten werden, auf unsere Hühner aufzupassen,
1:09:35–1:09:36
wenn die mal nicht da sind.
1:09:37–1:09:40
Muss man sich ja dann, ne? Entsprechend.
Marcus
1:09:41–1:09:42
Haben die Hühner denn schon einen Namen?
Gesche
1:09:44–1:09:49
Ja, ich glaube, Jörn, also der Deal war, ich darf Hühner haben und Jörn darf
1:09:49–1:09:54
sie benennen, nee, benamen, benamen sie.
1:09:56–1:09:57
Ich glaube,
1:09:59–1:09:59
Hennifer, Hannover.
Marcus
1:10:00–1:10:04
Hohenriette und Klaus.
Gesche
1:10:06–1:10:10
Oder? Ich weiß nicht mehr genau. Es gab mehrere Namen, aber irgendwie so.
Marcus
1:10:13–1:10:15
War nicht irgendwas mit Jigakarina?
Gesche
1:10:16–1:10:18
Ich finde es halt ein bisschen umständlich.
Marcus
1:10:18–1:10:19
Das ist sehr umständlich.
Gesche
1:10:19–1:10:24
Weil Hohenriette und Hannover sind auf jeden Fall viel witzigere Namen.
1:10:24–1:10:26
Und Klaus halt auch. Klaus?
1:10:29–1:10:31
Wie würdest du die Hühner nennen, wenn du Hühner hättest?
Marcus
1:10:31–1:10:31
Hohn.
Gesche
1:10:32–1:10:36
Hohn eins, Hohn zwei, Hohn drei. Langweilig.
Marcus
1:10:36–1:10:39
Hühner hatten wir uns nie Namen. Die Kühe hatten bei uns Namen,
1:10:39–1:10:41
aber Hühner hatten nie Namen.
Gesche
1:10:44–1:10:46
Glaube ich nicht. Weiß man nicht.
Marcus
1:10:49–1:10:51
Ich glaube, ich habe früher gerne Frikassee gegessen.
Gesche
1:10:52–1:10:53
Meinst du?
Marcus
1:10:53–1:10:54
In diesem ominösen Frühjahr.
Gesche
1:10:55–1:10:56
Wann hast du abgeholt, Fleisch zu essen?
Marcus
1:10:57–1:11:02
In der 11. Klasse. Zu spät da? Also vor vier Jahren.
Gesche
1:11:04–1:11:06
You wish. Und warum?
Marcus
1:11:07–1:11:10
Es war ein Erweckungserlebnis.
Gesche
1:11:10–1:11:13
Hattest du tatsächlich ein vegetarisches Erweckungserlebnis?
Marcus
1:11:13–1:11:14
Es war in Wittenberg.
Gesche
1:11:15–1:11:16
Ach komm, hör auf.
Marcus
1:11:16–1:11:20
Es war tatsächlich, wir waren in einer Jugendherberge des CVJM.
1:11:21–1:11:27
Und irgendwann lag dann diese Salami vor mir auf diesem Brot.
Gesche
1:11:27–1:11:28
Und sie haben mit dir geredet?
Marcus
1:11:28–1:11:33
Nein, und ich dachte mir, Gott, ist das eklig. Ich hatte kurz einmal darüber nachgedacht.
1:11:33–1:11:37
Gut, es kam hinzu, dass neben uns eine Pferdeschlachterei war.
1:11:38–1:11:41
Und dass ich halt früh gesehen habe, wie diese Pferde da rein,
1:11:41–1:11:43
also diese Pferde helfen. Also das, naja.
1:11:43–1:11:46
Und irgendwann dachte ich mir so, nee, das kann es ja auch nicht sein.
1:11:47–1:11:51
Die armen Viecher, ich streichle die doch viel lieber, als sie zu essen.
Gesche
1:11:52–1:11:53
Ja.
Marcus
1:11:53–1:11:55
Ja, das ist wirklich so.
Gesche
1:11:55–1:11:59
Aber denkst du dir auch manchmal, dass es inkonsequent ist, Vegetarier zu sein?
1:11:59–1:12:03
Weil ich bin ja Vegetarierin und keine Veganerin.
1:12:04–1:12:09
Und weil ich leider esse ich gerne Käse. Aber eigentlich ist es inkonsequent.
Marcus
1:12:09–1:12:13
Das hatte ich vorhin bei dem Ziegenkäse. Dadurch hatte ich genau den Gedanken
1:12:13–1:12:16
und dachte mir so, ich weiß ja, wie Ziegen gehalten werden und wie die gemolken
1:12:16–1:12:19
werden und kann ich kein Ziegenkäse essen?
Gesche
1:12:19–1:12:24
Auch bei Kuhmilch, also ich versuche schon, also erstmal ist ja ganz viel von
1:12:24–1:12:26
dem Käse, den wir essen, auch gar nicht vegetarisch.
1:12:27–1:12:30
So. Ich versuche da immer darauf zu achten, weil ich es ja eigentlich eklig
1:12:30–1:12:33
finde, aber so guter Käse ist ja meistens nicht vegetarisch, wegen dem Lab.
1:12:35–1:12:40
Und manchmal verdränge ich das dann einfach und so. Aber selbst bei dem vegetarischen
1:12:40–1:12:43
Käse, du kannst ja nur Milch haben, weil Kälber getötet werden.
Marcus
1:12:43–1:12:49
Es muss ein Kalb geben, damit es Milch gibt.
Gesche
1:12:49–1:12:53
Ja, aber die werden halt auch getötet. Die werden ja nicht alle aufgezogen.
1:12:54–1:13:00
Und die werden weggenommen von den Müttern und dann werden die halt geschlachtet. Die meisten.
Marcus
1:13:01–1:13:05
In der Region, in der ich arbeite, die wir ja nicht nennen, gibt es noch eine
1:13:05–1:13:05
recht intakte Landwirtschaft.
1:13:06–1:13:12
Und wenn man sich da mit den Bauern unterhält oder bin ich zum Schülerpraktikum
1:13:12–1:13:15
fahre und die Besucher, dann sagen die mir auch, dass es,
1:13:17–1:13:20
Für die Kälber, die müssen sie irgendwie, weiß ich nicht, 14 Tage,
1:13:20–1:13:23
4 Wochen oder sowas aufziehen, bevor sie sie weiterverkaufen können,
1:13:23–1:13:25
vor denen die Maske gehen können.
1:13:25–1:13:29
Und die sagen, das Futter kostet halt ganz oft mehr, als sie dann für das Kalb bekommen.
Gesche
1:13:29–1:13:29
Ja, ja, ja, genau.
Marcus
1:13:30–1:13:34
Und dann ist es halt einfacher, dafür zu sorgen, dass dieses Kalb halt dieses
1:13:34–1:13:37
Ende, es einfach nicht erlebt, dass es verkauft wird.
1:13:37–1:13:43
Und dann ist die Sterberate manchmal doch recht hoch bei den Kälbern.
Gesche
1:13:43–1:13:45
Das heißt, sie lassen die dann sterben?
Marcus
1:13:45–1:13:51
Oder greifen zum Gewehr oder keine Ahnung. Die sagen, das ist schon schwierig.
1:13:51–1:13:59
Dass du bei vielen Kühen da investieren musst und dann gibt es so wenig dafür.
Gesche
1:13:59–1:14:04
Das ist Wahnsinn, dass ein Lebewesen keinen Wert hat quasi.
1:14:05–1:14:09
Wenn die das füttern, die können dann schon nichts mehr daran verdienen. An seinem ganzen Tier.
Marcus
1:14:10–1:14:14
Ich bin mir sicher, dass die meisten Landwirte Würde das nicht machen,
1:14:14–1:14:16
dass sie den finanziellen Verlust in Kauf nehmen?
Gesche
1:14:17–1:14:22
Ja, also ich habe das auch schon vor vielen Jahren.
1:14:22–1:14:25
Das war jemand zum Beispiel bei uns im Chor, den ich damals in Flintbeck hatte.
1:14:25–1:14:27
Da war auch eine Familie in der Landwirtschaft.
1:14:27–1:14:30
Da haben wir auf dem Hof ein Konzert gesungen, das war total nett.
1:14:30–1:14:33
Und die hatten dann auch daneben an ihre Kälbern, die haben das Gleiche erzählt.
1:14:34–1:14:38
Und die haben, ich weiß bei denen aber, und ich denke, das geht bestimmt vielen
1:14:38–1:14:42
Leuten in der Landwirtschaft so, die haben selber so darum gerungen,
1:14:42–1:14:46
zu sehen, okay, wir müssen irgendwie hier mit Geld verdienen,
1:14:46–1:14:48
aber wir wollen das unseren Tieren gut machen.
1:14:48–1:14:54
Und die haben auch ihre Kälber so weit erst mal aufgezogen, dass sie das so gut wie möglich haben.
1:14:54–1:14:57
Und die wussten aber, die zahlen quasi drauf pro Kalb.
Marcus
1:14:57–1:15:01
Ja, also gerade wenn die Betriebe dann eh in einer prekären Situation sind,
1:15:02–1:15:05
wo es dann ums Überleben geht, und das zieht sich ja manchmal sehr lang,
1:15:05–1:15:08
dann überlegt man sich halt schon, dem Tier geht es jetzt nicht gut,
1:15:08–1:15:11
dem Kalb geht es nicht gut, hole ich jetzt einen Tierarzt?
1:15:13–1:15:14
Oder halt nicht.
Gesche
1:15:14–1:15:20
Aber unabhängig jetzt von der Bewertung von Landwirten für uns,
1:15:20–1:15:25
die wir kein Fleisch essen, wir können halt, also wenn wir jetzt sagen wollen,
1:15:25–1:15:27
für meine Nahrung soll kein Tier sterben,
1:15:28–1:15:32
dann stimmt es halt nicht mehr, wenn wir Milchprodukte konsumieren.
1:15:32–1:15:36
Deswegen meine ich, ist es eigentlich total inkonsequent, Vegetarier zu sein.
Marcus
1:15:37–1:15:42
Aber es ist doch so lecker. Das sagt der Fleischfresser ja auch.
Gesche
1:15:42–1:15:47
Und da merke ich dann, dass ich anfange so zu denken und zu argumentieren wie so ein Fleischesser.
1:15:48–1:15:53
Ja, ich reduziere das ja schon und ich nehme ja auch mal Ersatzprodukte,
1:15:53–1:15:55
aber es schmeckt halt so gut.
Marcus
1:15:57–1:15:57
Ja.
Gesche
1:15:57–1:16:01
Dann ist man auch nicht, also man ist eh nicht besser als Person,
1:16:01–1:16:05
aber es gibt ja einzelne Entscheidungen, die man natürlich trifft und davon
1:16:05–1:16:09
überzeugt, dass sie moralisch besser sind, was einen ja nicht zu einer besseren Person macht.
1:16:09–1:16:14
Das wird ja oft den Veganern vorgeworfen, dass sie angeblich sich für bessere
1:16:14–1:16:17
Personen halten, aber ich glaube, es gibt sehr wenige Veganer, die das wirklich tun.
Marcus
1:16:17–1:16:21
Ich hatte das letztes Jahr noch ganz paar Monate durchgezogen,
1:16:21–1:16:22
dass ich vegan gelebt habe.
1:16:23–1:16:28
Und die Kollegin, die im Lehrerzimmer neben mir sitzt, unterrichtet Gesundheit und Soziales.
1:16:29–1:16:31
Und dann sagte sie, das geht so
1:16:31–1:16:36
nicht, weil ich blöderweise dann halt auf Ersatzprodukte ausgewichen bin.
1:16:36–1:16:39
Dann habe ich halt den veganen Käse gekauft und sowas. Und sie sagte,
1:16:39–1:16:44
guck dir an, was da alles drin ist, wie viele Zusatzstoffe, wie lang die Listen sind.
Gesche
1:16:44–1:16:49
Ja, aber ganz ehrlich, weißt du, das Ding ist ja, ich finde das immer so ein
1:16:49–1:16:53
bisschen schwierig, weil es ist so, wenn jemand sagt, er ist Veganer,
1:16:53–1:16:56
dann kommen so viele Leute um die Ecke, die halt irgendwie sagen,
1:16:56–1:16:59
oh, kriegst du denn auch deine ganzen Nährstoffe überhaupt?
1:17:01–1:17:05
Wenn jemand jeden Tag an die Bude geht und einfach nur Currywurst Pommes frisst,
1:17:05–1:17:10
geht der gleiche Dude nicht hin und fragt den, ob er sich vielleicht nicht ausgewogen ernährt.
Marcus
1:17:10–1:17:16
In der Currywurst sind ja auch nicht die ganzen Dinge. Sie ist ja auch selber,
1:17:16–1:17:17
glaube ich, Vegetarierin.
1:17:17–1:17:21
Aber sie sagt halt, einfach sich nur die Listen anschauen, was da alles so drin
1:17:21–1:17:23
ist und wie hochverarbeitet das ist.
Gesche
1:17:23–1:17:26
Ich glaube, das trifft auf richtig viele Sachen zu.
Marcus
1:17:26–1:17:27
Die wir essen.
Gesche
1:17:27–1:17:34
Egal, ob vegan oder nicht. Und wir essen halt processed food und als Veganer
1:17:34–1:17:39
hast du dann vielleicht mal Sachen, die weil du Bock auf was Bestimmtes hast.
Marcus
1:17:39–1:17:41
Was machen eigentlich meine Haferflocken im Kühlschrank?
Gesche
1:17:41–1:17:42
Ich weiß nicht.
Marcus
1:17:42–1:17:43
Stehen die da immer noch?
Gesche
1:17:43–1:17:45
Du hast dir vorhin Haferflocken im Kühlschrank erzählt, ne?
Marcus
1:17:45–1:17:47
Ja, die sind nicht so hochverarbeitet.
Gesche
1:17:47–1:17:48
Mit Hafermilch.
Marcus
1:17:48–1:17:48
Mit Hafermilch.
Gesche
1:17:49–1:17:50
Haferflocken mit Hafermilch, auch ein bisschen.
Marcus
1:17:50–1:17:52
Ich habe es mit Wasser probiert, aber es schmeckt nicht.
Gesche
1:17:52–1:17:59
Nee, nee, nee. Auf jeden Fall wollte ich sagen, wenn du jetzt was Bestimmtes
1:17:59–1:18:03
halt auf was Bestimmtes Bock hast, so Käse, du findest Käse eigentlich geil
1:18:03–1:18:05
und du brauchst dafür einen Ersatz.
1:18:05–1:18:11
Und dann nimmst du halt veganen Käseersatz und der ist vielleicht voller komischer Dinge.
1:18:11–1:18:14
Das heißt aber nicht, dass du nicht sonst auch irgendwie Gemüse isst und Obst
1:18:14–1:18:17
isst und gesunde Sachen isst. Dann ist doch nicht schlimm, wenn man zwischendurch
1:18:17–1:18:21
diese hochverarbeiteten, vollgestopften Sachen isst.
Marcus
1:18:22–1:18:23
Sie hat mich darauf hingewiesen.
Gesche
1:18:24–1:18:24
Das denke ich einfach.
Marcus
1:18:24–1:18:25
Ja, das wird so sein.
Gesche
1:18:25–1:18:30
Also nicht, dass ich irgendwie ein Ernährungsprofi bin, aber das würde mir so
1:18:30–1:18:31
mein logischer Menschenverstand sagen.
Marcus
1:18:32–1:18:37
Ja, aber ich habe ja dann schon jeden Tag diesen Ersatzkäse gegessen.
1:18:38–1:18:39
Und ich glaube, das summiert sich dann doch.
Gesche
1:18:41–1:18:46
Ja, aber wenn du dir einen Horst holst oder normalen Käse, da ist doch auch
1:18:46–1:18:49
nicht irgendwie… Da sind ja auch Sachen, Frischkäse oder so,
1:18:49–1:18:52
sind ja auch Zusatzstoffe drin oder irgendwelche komischen…
1:18:54–1:18:54
Sachen oder nicht?
Marcus
1:18:54–1:18:56
Ja, bei Frischkäse auch.
Gesche
1:18:57–1:19:01
Ich weiß es nicht. Vielleicht sollte ich mal jemanden in meinen Podcast einladen,
1:19:02–1:19:03
der sich damit auskennt.
1:19:04–1:19:07
Übrigens hier, falls jemand von, ich weiß auch nicht, wer hier immer noch zuhört,
1:19:07–1:19:12
ihr seid bekloppt, aber falls jemand jemanden kennt, der eine Apotheke übernehmen
1:19:12–1:19:17
möchte, unsere sehr freundliche Apothekerin in Riesebü sucht eine Nachfolge.
1:19:19–1:19:20
Und nach Riesebü.
Marcus
1:19:20–1:19:22
Ich hatte Radius Bruder empfohlen.
Gesche
1:19:22–1:19:26
Du kennst jemanden, ja? Ich würde es dir aber im Podcast auch nochmal sagen.
1:19:27–1:19:31
Apotheke in liebevolle Hände abzugeben. Und die ist hier mit Blick aufs Pastoral.
Marcus
1:19:31–1:19:32
Gehört das Haus mit dazu?
Gesche
1:19:33–1:19:39
Das weiß ich halt nicht. Die jetzige Apothekerin wohnt ja über einer Apotheke.
1:19:41–1:19:45
Es gibt nur zwei Häuser, die mir ins Wohnzimmer gucken können. Das ist eins davon.
1:19:49–1:19:53
Falls es jetzt die Motivation erhöht, die Apotheke in eine Riesenbüte zu übernehmen.
1:19:54–1:19:58
Jetzt werde ich noch mal rausfinden, ob das Haus die Wohnung dann dazugehört
1:19:58–1:19:59
oder ob die da wohnen bleiben würde.
Marcus
1:20:01–1:20:03
Ob sie quasi nur die Apotheke verpachtet.
1:20:05–1:20:07
Also ich meine, das Haus wäre es ja wert.
Gesche
1:20:08–1:20:08
Sehr schön.
Marcus
1:20:08–1:20:10
Wie lange dauert denn so ein Pharmaziestudio?
Gesche
1:20:12–1:20:14
Mach schnell, Hasi, schaust du noch?
Marcus
1:20:14–1:20:17
Ich habe ja ein Sabbatjahr. Ich habe Zeit. Ich könnte es in einem Jahr schaffen.
Gesche
1:20:18–1:20:20
Sag noch mal so zum Schluss, was machst du in deinem Sabbatjahr?
Marcus
1:20:21–1:20:21
Nichts.
Gesche
1:20:21–1:20:24
Super. Machst du auch zwischendurch mal nichts in Riesebü?
Marcus
1:20:25–1:20:27
Ich mache hier ganz viel nichts.
Gesche
1:20:27–1:20:28
Super, ich freue mich drauf.
1:20:31–1:20:34
Ihr, meine lieben Zuhörerinnen und Zuhörer, solltet auch häufiger mal nichts
1:20:34–1:20:38
machen, denn ihr seid wunderbar und fleißig und habt so viel geschafft und ihr
1:20:38–1:20:40
habt es verdient, euch mal auszuruhen.
Marcus
1:20:40–1:20:41
Amen.
Gesche
1:20:41–1:20:44
So, bis zum nächsten Mal. Tschüss.

 

Das Kleingedruckte:

Diese Gesche Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 11.05.2024 aufgenommen und am 28.05.2024 veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution 4.0 International License-Lizenz. Zu hören sind: Gesche, Marcus. Logo: Kellermann


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